Fußball

Austria kann noch nichts gewinnen, nur alles verlieren! Corona-Alarm bei Hartberg

Seit sieben Jahren wählen die Präsidenten, Sportchef und Trainer der Bundesligaklubs auch den Schiedsrichtere der Saison. Die Wahl brachte bisher nur einen Sieger hervor: Harald Lechner. So wie die Salzburger Bullen im Kampf um den Meistertitel. Letzten Samstag brachte Lechner souverän das Abstiegsfinale zwischen WSG Swarovski Tirol und Admira am Innsbrucker Tivoli über die Distanz, Mittwoch Abend ist der 37 jährige Wiener wieder im Einsatz: Beim Play-Off-Semifinale zwischen dem Sieger und Zweiten der Qualifikationsgruppe, zwischen Austria und Altach in der Wiener Generali-Arena. Der Gewinner kämpft in zwei Partien gegen Hartberg um einen Platz in der zweiten Runde der Qualifikation zur Europa League. Am Samstag mit Heimvorteil, vier Tage später in der Oststeiermark.

Austria beendete die Qualifikationsrunde mit acht Punkten Vorsprung auf Altach, gewann  von den letzten sieben Spielen sechs, so viele wie in den 25 Runden davor. Damit sieht Trainer Christian Ilzer seine kritisierte Marschroute, nach der Corona.Pause  wegen der englischen Runden viel zu rotieren, voll bestätigt. Weil die Austria einen frischen Eindruck macht. Letzten Samstag durften beim 1:0 gegen Mattersburg die Routiniers Alexander Grünwald pausieren, Mittwoch sind sie wieder an Bord.  Die Austria ist die Mannschaft, gegen die Altach in der Bundesliga die meisten Siege feierte, nämlich 13. Zwei davon in den drei Partien seit Eröffnung der ausgebauten Generali-Arena. Zuletzt am 9. Juni beim 2:0 in der Qualifikationsrunde. Als Daniel Nussbaumer nach 21 Sekunden das schnellste Tor in der Altacher Klubgeschichte erzielte. Wenn sich die Szenen von damals in der Coaching Zone mit einem verzweifelten Ilzer und einem gelassenen Altach-Trainer Alex Pastoor (Bild oben) wiederholen sollten, wäre das ein violettes Desaster.

In Wahrheit hätte die Austria auch mit dem Sieg über Altach noch nichts gewonnen. Der würde nur zum Pflichtprogramm gehören. Denn die verkorkste Saison kann nur einigermaßen gerettet werden, wenn auch das Play-off-Finale gegen Hartberg gewonnen wird, für das Sky-Experte Alfred Tatar wegen der letzten Leistungen der Mannschaft von Markus Schopp Violett nur als Außenseiter bezeichnete. Was auch für Altach gelten würde. Nur mit dem Sprung in die Qualifikation für die Europa League kann die Austria darauf hoffen, die Verstärkungspläne mit Kevin Wimmer und Markus Suttner, der zur letzten Meistermannschaft unter dem jetzigen Sportvorstand Peter Stöger gehörte und nach Legionärsjahren bei Ingolstadt, Brighton und Fortuna Düsseldorf aus privaten Gründen nach Wien zurückkehrte, vielleicht in die Tat umsetzen zu können. Ansonst wäre alles Makulatur. Kapitän Grünwald prophezeite ein Duell von zwei Mannschaften auf ähnlichem Niveau. Altach habe einige gefährliche Spieler wie Nussbaumer oder den Routinier Sydney Sam oder den schnellen Christian Gebauer: „Es wird aber nur an uns liegen, ob wir weiterkommen oder nicht“, behauptete der Routinier. Mit anderen Worten: Eine Niederlage wäre ein violetter Selbstfaller.

Apropos Hartberg: Dort gibt´s seit Dienstag Corona-Alarm. Was zuvor bei einem steirischen Klub in der zweiten Liga (Kapfenberg) passieerte, wiederholt sich nun bei einem in der Bundesliga. Ein Spieler, der Sonntag Kontakt zur Mannschaft hatte, aber nicht im Kader beim 4:1 gegen Sturm in Graz war, hatte einen positiven Covid19-Test, kam sofort in Quarantäne. Ebenso alle Kontaktpersonen, damit der gesamte Kader. Ein weiterer Test erfolgte Dienstag Abend, der nächste ist für Freitag geplant. Alle, die einen negativen Test haben, dürfen die Quarantäne zum Trainieren und Spielen verlassen. Damit kann nach derzeitigem Stand Hartberg Samstag das erste Play.off-Endspiel bestreiten. Aber eine angenehme Situation ist das sicher nicht.

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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