Fußball

Austria Klagenfurt oder Wacker Innsbruck: Wer schafft das Ziel Aufstieg?

Zur gleichen Zeit wie die Bundesliga beginnt Freitag Abend auch in Klagenfurt, Lustenau, Kapfenberg und Wien die zweite Liga. Auch mit Zuschauern. In Klagenfurt und bei Rapid II dürften es sogar 10.000 sein, wenn die Corona-Ampel auf grün steht. Austria Klagenfurt startet nach dem verlorenen Duell gegen Ried im Wörthersee-Stadion gegen Blau Weiß Linz den nächsten Anlauf in Richtung Bundesliga und wird im Kampf um den Aufstieg, so wie es derzeit aussieht, mit Wacker Innsbruck  einen großen Konkurrenten haben, der mit einem deutschen Finanzier aus der Chefetage des Otto-Versands aufrüsten konnte. In Kärnten gab es hingegen zwei Tage vor dem Start einen überraschenden Abgang: Topscorer Okan Aydin lockte der sicher finanziell weit  lukrativere Vertrag in der zweiten chinesischen Liga mehr als die Mission Aufstieg. Trainer Robert Micheu erfuhr davon auf dem Trainerkurs zur UEFA-Pro-Lizenz, bei dem er bis Donnerstag Abend war. Die Marschroute, die er festgelegt hat: Etwas defensiver denken als in der letzten Saison, nicht so anfällig auf Konter sein. Die Routiniers, die er dazu aus der Bundesliga holte, Innenverteidiger Thorsten Mahrer von Mattersburg und Markus Pink, der von Admira in seine Kärntner Heimat zurückkehrte, sollten dabei helfen.

Mit dem neuen Trainer aus Deutschland, Daniel Bierofka, und neun neuen Spielern, geht Wacker Innsbruck in den Kampf um den Aufstieg und um die Nummer eins in Tirol gegen den Bundesligaklub WSG Swarovski Tirol. Die Prognose, dass Wacker bei entsprechenden Resultaten mehr Zuschauer zu seinen Heimspielen ins Innsbrucker Tivoli locken wird, klingt durchaus realistisch. der größte Coup gelang Sportvorstand Alfred Hörtnagl mit der Verpflichtung des brasilianischen Torjägers Ronivaldo (Bild oben) von Austria Lustenau, obwohl der 31 jährige Brasilianer als verletzungsanfällig gilt. Aber er war eindeutig der beste Spieler der zweiten Liga. Dazu holte Hörtnagl mit Marco Knaller aus Ingolstadt einen routinierten Tormann, mit Innenverteidiger Markus Wostry (zuvor LASK und Admira) sowie Florian Jamnig, der von Altach zu seinem Ex-Klub zurückkehrte, zwei Spieler mit Bundesligaerfahrung. Wacker Innsbruck scheint gerüstet, das sollte sich schon Freitag in Kapfenberg zeigen.

Erstmals wird es  in der zweiten Liga zu einem Wiener Derby zwischen Violett und Grün-Weiß kommen, zwischen den Young Violets und Rapid II. Dort gab´s mit der Installierung von Steffen Hofmann als Trainer, die wohl nicht nur als Interimslösung  gedacht ist, sicher die spektakulärste Personalie der ganzen Liga.  Der seit Mittwoch 40 jährige grün-weiße Fußballgott dürfte die jüngste Mannschaft der Liga trainieren, was eine spezielle Herausforderung bedeutet. Schon der Start am Sonntag Mittag in Grödig bei der Salzburg-Filiale Liefering wird zeigen, wo der Aufsteiger steht. Erstaunliches spielte sich im Waldviertel ab. Da erinnerte so manches an die Zeiten, als japanische Investoren glaubte, Horn in Richtung Champions League entwickeln zu können. Was sich wie erwartet binnen kürzester Zeit als gewaltige Fehleinschätzung entpuppte. Jetzt hat Horn mit Alexander Borodjuk seinen ersten russischen Trainer. Ein ehemaliger Teamspieler, der auch in der deutschen Bundesliga bei Schalke, Freiburg und Hannover zu sehen war, vor dem Wechsel nach Niederösterreich als Teamchef in Kasachstan arbeitete. Dazu holte Horn sechs neue Legionäre. Einer hat einen berühmten Namen: Luca Scholl, der Sohn des früheren Bayern München-Stars und Europameisters von 1996. An Vater Mehmet erinnerte Luca Scholl auf seinen bisherigen Stationen nur vom Aussehen. Er kam aus der deutschen Regionalliga.

 

Foto: Wacker Innsbruck.

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