Das 2:0 aus dem Hinspiel reichte sowohl Atletico Madrid als auch Titelverteidiger Paris St. Germain zum Aufstieg ins Semifinale der Champions League. Paris gewann gegen Liverpool auch an der Anfield Road, kam nach dem 2:0 (0:0) mit dem Gesamtscore von 4:0 weiter, trifft nun auf den Sieger aus Bayern München gegen Real Madrid. Atletico Madrid konnte sich daheim eine 1:2 (1:2)-Niederlage gegen FC Barcelona „leisten“, gesamt hieß es aber 3:2. Das entscheidende Tor zum Aufsteg erzielte mit dem Nigerianer Ademola Lookman (Bild) eine „Entdeckung“ von Österreichs Teamchef Ralf Rangnick, die ihm vor sieben Jahren als Sportchef von RB Leipzig gelang, als er den 21 jährigen Lookman um 18 Millionen Euro aus England von Everton holte. Heuer zahlte Atletico Madrid im Winter an Atalanta Bergamo 35 Millionen, um Lookman zu bekommen. Eine gute Investition.
Barcelonas Trainer Hansi Flick ließ Torjäger Robert Lewandowski und den Engländer Marcus Rashford auf der Bank, dennoch führte Barcelona nach 24 Minuten 2:0, womit es 2:2 stand. Unter Mithilfe des ehemaligen Barcelona-Spielers Clement Lenglet. Der 31 jährige Franzose kam durch die Personalnot im Abwehrzentrum zum Einsatz, ermöglichte mit einem Ballverlust Lamine Yamal nach vier Minuten die Führung, war nach einem Pass von Dani Olmo zu langsam, um Ferran Torres am Torschuss zu verhindern. Zwischen beiden Toren vergab Olmo einen Sitzer, nach dem zweiten Treffer hatte Ferran Lopez das 3:0 am Kopf, scheiterte aber an Tormann Juan Musso, der ihm dabei unabsichtlich mit dem Fuß genau an der Nase traf. Da floss Blut. Nach 31 Minuten traf Lookman nach Pass von Marcow Llorente, damit war Atlético wieder vorne. In der zweiten Hälfte brachte Flick nach 68 Minuten Lewandowski und Rashford. Der französische VAR Jerome Brisard spielte eine entscheidende Rolle. Er ließ das zweite Tor von Ferran Torres wegen Abseits nicht gelten und verwandelte die gelbe Karte, die Referee Clement Turpin Verteidiger Eric Garcia für ein Foul am Norweger Alexander Sörloth zeigte, nach 79 Minuten in eine rote. Dennoch stürmte Barcelona weiter – Atletico überstand es mit Glück.
Das bittere k.o für Liverpool kam nach 73 Minuten in der besten Phase des englischen Meisters im strömenden Regen. Mit der Einwechslung von Mo Salah statt des verletzten Hugo Etike kam nach 31 Minuten mehr Qualität in die Mannschaft, mit Joe Gomez und Cody Gakpo in der zweiten Hälfte statt Jeremy Frimpong und Alexander Isak mehr Energie. Nach 57 Minuten hatte Ex-Rapid-Nachwuchsspieler Milos Kerkez nach Pass von Salah das Führungstor am Fuß, traf aber nicht, Nach 64 Minuten zeigte der italienische Referee Maurizio Mariani nach einer Attacke von Willian Pacho an Malcolm Mc Allister auf den Elfmeterpunkt. Nach Intervention von VAR Marco die Bello nahm er die Entscheidung wieder zurück. Quasi aus dem Nichts traf Ousmane Dembele beim ersten Paris-Torschuss der zweiten Hälfte mit links – danach wurde es an der Anfield Road sehr leise. Dembele traf in der Nachspielzeit noch einmal. Liverpool kaufte im letzten Sommer den deutschen Jungstar Florian Wirtz, Isak und Etikite um insgesamt 365 Millionen Euro. Das reichte aber nicht zum Titelgewinn. Der Ex-Salzburger Dominik Szoboszlai musste den Traum vom Finale in seiner ungarischen Heimat begraben.
Foto: UEFA.