Fußball

Barcelona ist in Glasgow das „Vorbild“ von Sturm Graz

In einer Saison die Glasgow Rangers und Celtic Glasgow zu besiegen, das gelang zuletzt vor 16 Jahren dem FC Barcelona. Kann Sturm Graz das nach dem 2:1-Heimsieg gegen die Rangers in der zweiten Runde der Europa League auch gelingen? In der Bundesliga gewannen der Meister alle sechs Auswärtsspiele. Aber das im Osten von Glasgow vor 60.000 Zuschauern im Celtic-Park zu wiederholen, das erfordert sicher eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem 4:3 bei Blau Weiß Linz am letzten Sonntag. Das wissen alle bei Sturm. Vor allem muss bei Standards besser verteidigt werden.In Linz sorgte fast jeder Eckball für Gefahr vor dem Grazer Tor. Es muss alles passen, dann gibt es eine kleine Chance. Denn beim 55fachen schottischen Meister läuft es nicht nach Wunsch: Nach acht Runden der schottischen Premier League nur Zweiter. Mit fünf Punkten Rückstand auf Hearts of Midlothian aus Edinburgh. Der Abgang von Ex-Rapidler Nicolas Kühn, der für 19 Millionen Euro nach Italien an Como verkauft wurde, bedeutete eine spielerische Schwächung. Die Fans sind etwas sauer. Das gilt auch für den prominentesten, für Rockstar Rod Stewart.

Celtic-Trainer Brendan Rodgers hat eine Liverpool-Vergangenheit. Seine bekanntesten Spieler: Der 38 jährige dänische Teamtorhüter Kaspar Schmeichel, Ex-Arsenal-Verteidiger Kieran Tierney, der amerikanische Abwehrspieler Cameron-Carter Vickers (früher Tottenham), im Angriff der Nigerianer Kelechu Ihaenacho (früher Leicester, Sevilla), Flügelflitzer aus Japan (Daizen Maeda) und Südkorea (Hyun-Jun Yang). Celtic scheiterte in der Qualifikation zur Champions League an Kairat Almaty im Elfmeterschießen. Den Schock hat Celtic noch nicht weggesteckt: Kein Sieg in der Europa League. 1:1 in Belgrad gegen den serbischen Meister Roter Stern, daheim 0:2 gegen Sporting Braga, die Mannschaft von Österreichs Teamspieler Florian Grillitsch.  Daher hat Celtic derzeit zwei Punkte weniger als Sturm, wäre derzeit nicht in den Play-offs, Sturm schon. Die große Frage bei den Grazern: Wer spielt im Tor? Es sieht ehe danach aus, dass Oliver Christensen nicht einsatzfähig sein wird. Dann muss der 21 jährige Matteo Bignetti ran.

Der FC Salzburg ist nach dem 0:1 gegen den FC Porto und dem 0:2 in Lyon derzeit punktelos Vorletzter. Jetzt kommen zwei Heimspiele gegen Ungarns Meister Ferencvaros Budapest und Holland Cupsieger Go Ahead Deventer, da müssen die Salzburger anschreiben, um noch Chancen auf die Play offs zu haben.  Kapitäns Mads Bistrup fällt mit einer Muskelverletzung weiter aus, hinter Maurits Kjaergaard steht ein Fragezeichen. Der Trainer von Ferencvaros ist seit Jänner der irische Rekordteamspieler Robbie Keane, einen Mittelfeldspieler kennt man in Salzburg sehr gut: Den 30 jährigen Naby Keita. Von 2014 bis 2016, dann kaufte ihn RB Leiozig um 29,75 Milionen. Zwei Jahr später zahlt Liverpool für ihn 70 Millionen. Dort blieb er fünf Jahre. Bei Werder Bremen lief nichts, jetzt ist er an Ferencvaros verliehen.  Der torgefährlichste Spieler der Grün-Weißen aus Budapest war vor Jahren Legionär bei Mattersburg: Barnabas Varga.

Tabellenführer in der Europa League ist derzeit ein Österreicher: Ex-Rapid-Kapitän Dejan Ljubicic mit Dinamo Zagreeb und Ex-Rapid-Stürmer Dion Beljo. Die Kroaten gastieren in Schweden bei Malmö. En Österreicher-Duell zwischen Grillitsch und Marko Arnautovic könnte es bei Braga gegen Roter Stern Belgrad geben, Ex-Rapidler Nikolas Sattlberger spielt mit Genk daheim gegen Betis Sevilla um den zweiten Sieg. Heimvorteil hat auch Philipp Lienhart mit Freiburg gegen Utrecht.

Foto: Canal+.

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