Fußball

Ausverkauft ist immer ein Highlight: Rapid braucht Pluspunkte

Ausverkauft am Donnerstagabend im Hütteldorfer Weststadion, volle Tribünen. Superstimmung: Jedes Spiel bei diesem Szenario bedeutet für Rapids Trainer Peter Stöger ein Highlight. Egal gegen welchen Gegner. Zugleich weiß er auch, dass bei einem prominenten Namen wie Fiorentina, auch wenn der im Moment  in einem Tief ist, die Chace besteht, Pluspunkte bei den Fans zu sammeln. Die hat Rapid nach vier Niederlagen hintereinander auch notwendig. Denn nach dem 0:2 gegen den LASK war der Unmut der Fantribüne deutlich zu hören. Im ersten Heimspiel dieser Conference League wird anfangs die Unterstützung von den Tribünen sicher vorhanden sein. Fakt ist, Rapid muss eine andere Körpersprache haben als in den ersten 45 Minuten gegen die Linzer, muss nach Ballverlusten besser organisiert sein, um nicht wieder Kontertore zu kassieren. Das weiß Stöger. Mit seiner Erfahrung hat er sicher schon nach kurzer Zeit erkannt, was er tun muss, um aufzuräumen. Was in den letzten Saisonen nicht wirklich passierte.

Stöger hat das intern sicher schon angesprochen. In seinem bekannt sachlichen Ton. Wie das wirkte, wird man gegen Fiorentina sehen. Ohne Claudy Mbuyi, der gegen den LASK eine Muskelverletzung erlitt und auf unbestimmte Zeit ausfällt. Statt ihm könnte Janis Antiste im 4-2-3-1 die Solospitze sein oder Ercan Kara. Es könnte auch Lukas Grgic zur defensiven Absicherung neu ins Mittelfeld kommen. Ob das die Wende bringt? Da muss sich schon mehr ändern. Auch bei bisher enttäuschenden Neuzuggängen. Beim Rekordkauf Tobias Gulliksen oder bei Martin Ndzie, der anders als zuletzt zum Kader gehören wird, um mit einem Kurzeinsatz über vielleicht 20 Minuten Rapid zu helfen, wie es Stöger ausdrückte. Das Kapitel des vom umstrittenen israelischen Manager Dudu Dohan an Sportchef Markus Katzer vemittelten Ndzie gibt ohnehin Rätsel auf: Er bestritt sieben Spiele, ehe konstatiert wurde, dass er für sein körperbetontes, aggressives Spiel, das ihn auszeichnen soll, nicht fit genug ist. Hätte man das nicht vor der Verpflichtung erkennen müssen?

Fiorentinas Trainer Stefano Pioli war vor drei Jahren mit dem AC Milan Meister. Auch er muss sich etwas Neues einfallen lassen, um die Mannschaft in die Erfolgsspur zu bringen. Das fordern die italienischen Medien von ihm. Pioli sieht gute Chancen, dass dies in Wien gelingen kann. Ob er erstmals Italiens Teamstürmer Moise Kean gemeinsam mit dem erfahrenen Edin Dzeko beginnen lässt? Stöger glaubt es nicht, kündigte aber an: „Wir werden auf alles vorbereitet sein!“ Zwei Wochen später hat Rapid wieder ein Heimspiel: Gegen Rumäniens Meister Uni Craiova.

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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