Fußball

Bei Mexikos 2:0 mehr rote Karten als bei der ganzen letzten WM

Bei der Heim-WM 197o und 1986 kam Mexiko jeweils ins Viertelfinale. Freitag gelang im Eröffnungsspiel der dritten vor 80.284 Zuschauern ein erster Schritt dazu. Das 2:0 (1:0) gegen ein schwaches Südafrika war nie gefährdet, womit heuer der Start erfolgreicher war als 40 Jahre davor. Damals gab es nur ein Unentschieden gegen Bulgarien. Bemerkenswert bei diesem Spiel: Mit drei roten Karten gab es eine mehr als bei der gesamten letzten WM 2022 in Katar. Dreimal glatt Rot in einem Spiel gab es zuvor bei keinem Eröffnungsspiel, erst zum vierten Mal in der WM-Geschichte.

Schon nach neun Minuten ging Mexiko in Führung. Mit Hilfe eines schweren Südafrika-Fehlers beim Spielaufbau: riskanter Pass von Tormann Rowren Williams zu Mittelfeldspieler Yaya Sithole, der den Ball prompt verlor. Dadurch wurde der 29 jährige Julian Quinones, Legionär in Saudiarabien bei Al-Qadsiah, der erste Torschütze dieser Weltmeisterschaft. Er traf zwischen den Beinen von Williams. Bis zur Pause hätte Mexiko das Spiel schon entscheiden können, Chancen gab es genug. Keine wurde genutzt. Kurz nach der Pause fiel Sithole, Legionär in Portugal bei CD Tondela, nochmals auf: mit der ersten roten Karte für ein Foul als letzter Mann knapp vor der Strafraumgrenze.  In der 67. Minute gegen zehn Südafrikaner das 2:0: Der 35-jährige Raul Gimenez, der letzte Saison in der Premier League bei Fulham spielte, traf per Kopf. Alles klar zur Fiesta Mexicana.

Für die letzten Aufregungen sorgte der brasilianische Schiedsrichter Wilton Sampaio mit zwei roten Karten nach VAR-Intervention und On Field-Review: für Südafrikas Joker Themba Zwane wegen einer Tätlichkeit und in der Nachspielzeit für Mexikos Innenverteidiger Cesar Montes wegen Verhinderung einer Torchance. Der Ausfall des 1,92 Meter großen, kopfballstarken Legionärs von Lok Moskau könnte weh tun. Mexikos 2:0 prophezeite richtig ein Experte im WM-Studio: Teamspieler Andreas Weimann lag besser als Herbert Prohaska und Andreas Ivanschitz.

 

Foto: FIFA.

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