Sicher wird Michael Gregoritsch Mittwoch nachmittag am ÖFB-Camus in Wien sein, wenn dort die „World Cup-Trophy“ im Rahmen einer von Coca Colaorganisierten Tour enthüllt wird. 193 Tage, bevor ihn in New York der Kapitän des neuen Weltmeisters in Händen halten wird. Dass der Spieler, der Österreich durch sein Tor gegen Bosnien zur WM schoss, zu den 250 geladenen Gästen gehört. denen der original WM-Pokal präsentiert wird, ist geradezu Pflicht. Den Pokal bringt Fabio Cannavaro, der Kapitän des italienischen Weltmeisterteams von 2006 , nach Wien, laut FIFA-Pokal wird Bundespräsident Alexander van der Bellen die einzige Person in Österreich sein, die den Pokal berühren darf und für einen Moment halten wird. Gregoritsch darf das nicht.
An ihn wird es Mittwoch andere Fragen geben. Zu seiner Zukunft bis zur Weltmeisterschaft. Denn Sonntag vermeldete der „Blick“, das größte Schweizer Medium, von der Absage des 31 jährigen an den Schweizer Meister FC Basel, für den es praktisch schon feststand und nur noch Formsache war. dass Gregoritch für das Frühjahr von Bröndby Kopenhagen ausgeliehen wird. Basels Sportchef Daniel Stucki und Trainer Ludovic Magnin sahen in Gregoritsch die ideale Besetzung für die Position des Mittelstürmers, er hätte einen Stammplatz gehabt. Aber offenbar entsprach Basels Angebot nicht den Vorstellungen von Gregoritsch und seines Beraters, Thomas Böhm von „You First“, daher gab es für Basel laut Blick“ einen großen Dämpfer. Aber ohne bessere Alternativen hätte Gregopritsch garantiert nicht abgesagt. Denn die Jokerrolle bei Bröndby wär keine gute WM-Vorbereitung. „You First“ ist mit seiner Zentrale in Madrid sehr gut in Spaniens La Liga vernetzt. Gibt´s dort eine Chance für Gregoritsch? Die Transferzeit in den fünf europäischen Topliegen läuft bis 2. Februar. Daher gibt´s noch keinen Stress.
Foto: AFP.