Fußball

Bleibt Rapid vor Wolfsberg? An Webers 65. Geburtstag beginnen Endspiele um 2,92 Millionen

Am 65.Geburtstag von Ehrenkapitän Heribert Weber beginnen am Sonntag Abend in Graz bei Sturm drei Finalspiele um Platz drei, der 2,92 Millionen Euro wert ist. So viel beträgt des Startgeld für die Gruppenphase der Europa League, die der Dritte fix, ohne Qualifikation erreicht. Weber war 1978 von Sturm Graz zu Rapid übersiedelt, blieb elf Jahre, in denen er fünfmal Meister und viermal Cupsieger geworden war, 1985 mit Grün-Weiß im Finale des Europacups der Cupsieger von Rotterdam (1:3 gegen Everton) gespielt hatte. Die 573 Bundesligaspiele Webers für Sturm, Rapid und Austria Salzburg übertraf bisher noch keiner. Einen umsichtigen Abwehrchef wie den Perfektionisten Weber würde  Rapid im Saisonfinish sicher gut brauchen.

Seinen Ehrentag wird Weber sicher nicht im Grazer Stadion, wahrscheinlich auch nicht vor dem TV-Schirm verbringen, um das Duell des Ex-Klub zu sehen. Vor zwei Jahre hatte der 68 fache Teamspieler als Analytiker bei Sky aufgehört, sich damit praktisch aus der Fußballszene zurückgezogen. Wer Weber etwas kennt, liegt mit der Prognose, dass er die derzeitige Situation bei Rapid kritisch sieht, noch kritischer die von Sturm als derzeit steirische Nummer zwei hinter Hartberg, sicher richtig. In seiner zwei Trainerjahren bei Rapid (1998, 1999) wurde er zweimal Vizemeister. Das galt damals nicht unbedingt als Erfolg, jetzt würden bei Grün-Weiß alle darüber jubeln. Schon, wenn es gelingt, als Dritter vor Wolfsberg zu bleiben.

Am 15.Juni jubelte Rapid über ein glückliches 2:1 über Wolfsberg (Bild oben). Wird es auch am 5.Juli nach der letzten Runde noch einen Grund zum Jubeln geben? Die Rückkehr in den Europacup ist zwar nach einem Jahr Pause sicher, aber wenn die nur als Vierter geschafft wird, wäre dies eine Enttäuschung, müsste eigentlich einiges hinterfragt werden. Vier Punkte mehr als die Kärntner hat Rapid für die letzten drei Runden, aber die etwa schlechtere Tordifferenz (+ 20 gegenüber + 23). Rapid gastiert in Graz, empfängt Mittwoch den LASK, muss zum Abschluss nach Wolfsberg. Die „Wölfe“ gastieren davor Sonntag in Pasching beim LASK, Mittwoch in Hartberg, beziehen dazwischen ein Kurztrainingslager in Bad Waltersdorf. Sehr professionell, um Platz drei von der letzten Saison zu wiederholen.Neue Verträge bekamen der 35 jährige Innenverteidiger Nemanja Rnic und der 30 jährige Flügelspieler Christopher Wernitznig. Rapid gegen Wolfsberg kann man auch als Duell von Trainern mit einer Vergangenheit beim anderen Klub sehen. Didi Kühbauer als Trainer bei Wolfsberg, Ferdinand Feldhofer als Spieler in Rapids Meistermannschaft von 2005. Wenn sich seine Hoffnung, die letzten drei Partien zu gewinnen erfüllt, stellt Wolfsberg den Rekord von 36 Siegen aus der Saison 2014/15 in vier Spielen weniger als in der Zehnerliga ein. Der Trainer hieß damals Kühbauer.

Der muss nach dem historischen 2:7-Debakel gegen Salzburg sicher auch die Einserfrage stellen: Lässt er Tobias Knoflach im Tor oder kommt Paul Gartler zu seinem zweiten Bundesligaspiel nach dem 1:0 in Hartberg? Gartler war früher Jugendspieler bei Sturm. Sicher werden Max Hofmann und Kelvin Arase in die Mannschaft zurückkehren, vielleicht Christoph Knasmüllner. Durch die ärgerliche Gelbsperre von Taxiarchis Fountas führt im Angriff kein Weg an Ercan Kara und seiner körperlichen Präsenz vorbei. Gewinnt Rapid in Graz zum dritten Mal hintereinander und verliert Wolfsberg beim LASK, dann ist der dritte Platz für Grün-Weiß bereits vor den letzten zwei Runden fixiert, wäre das Aufatmen in Hütteldorf sehr, sehr groß. Tipp 3 entschied sich sogar zu einer Wette, ob Rad vor Wolfsberg bleibt. 1,3 ist die Quote auf Rapid, 3,0 die auf Wolfsberg.

Ein internes Nachspiel zu geschmacklosen Fantransparent vor der Heimpleite gegen Hartberg gab es auch noch: Ein prominentes zahlendes Mitglied trat aus dem Verein aus. Gustl Starek, 1967 mit Rapid Meister, bevor er zum 1.FC Nürnberg übersiedelte, tat dies aus Empörung über das Rapid-Präsidium, das nicht nur seiner Ansicht nach das Transparent sofort hätte abmontieren lassen müssen. Starek war Trainer von Kühbauer, als der mit 16 sein erstes Bundesligaspiel bei Admira absolvierte . . .

Foto: SK Rapid.

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