Fußball

Bochum war in Pasching: Becherwurf bei LASK-Pleite

Vor zwei Wochen flog in der deutschen Bundesliga bei Bochum gegen Mönchengladbach nach dem zweiten Treffer von Mönchengladbach aus dem Bochum-Sektor ein Becher auf den Hinterkopf des Linienrichters. Deshalb wurde das Match abgebrochen und für Mönchengladbach straf verifiziert. Ähnliches wiederholten sich Samstag in Pasching beim ausverkauften Oberösterreich-Derby, das mit der 0:2 (0:2)-Heimpleite des LASK gegen Ried endete: Nach dem zweiten Treffer drehten einigen LASK-Fans beim Rieder Torjibel durch. Zwei sprangen auf den Rasen, traten eine Werbebande in Richtung der Ried-Spieler, ein Becher flog auf Stefan Nutz. Anders als in Bochum folgte kein Abbruch. Schiedsrichter Christian Petru-Chiochirca schickte beide Mannschaften in die Kabine, nach fünf Minuten ging es weiter. „Ich will nicht mehr daraus machen, als es war“, sagte Nutz nachher fair im Sky-Interview. Kopfweh und Schwindelgefühle, die seinen Austausch nach 73 Minuten notwendig machten, brachte er mehr mit einem Schlag auf den Hinterkopf in einem Zweikampf knapp davor in Zusammenhang als mit dem Becherwurf.

Mit dem zweiten Tor war das Derby schon entschieden. Auch weil LASK-Trainer Andreas Wieland mit seiner neuen Innenverteidigung kein gute Wahl traf. Der Franzose Yannis Letard sorgte mit einem Kopfball-Eigentor nach einer Flanke von Salzburg-Leihgabe Dorgeles Nene für die schnelle Führung Rieds. Winterkauf Oumar Soko leitete mit einem Ballverlust im Mittelfeld einen Ried-Konter ein, Letard konnte Nene im Strafraum nur durch ein Foul bremsen. Das ergab die rote Karte. LASK-Kapitän Alexander Schlager wehrt sogar zweimal den Elfmeter von Julian Wiesmeier ab. Denn es gab eine Wiederholung, weil LASK-Verteidiger Marvin Potzmann beim ersten zu früh n den Strafraum gelaufen war. Drei Minuten später war Schlager aber machtlos, als Soko nach einem Nutz-Freistoß das Kopfballduell gegen Rieds Kapitän Marcel Ziegl verlor. Mit einem Mann weniger den Rückstand aufzuholen, gelang nicht. Obwohl Ried nach der Pause wenig zeigte, gelang der zweite Auswärtssieg dieser Saison, das dritte Match ohne kassiertes Tor. Erstmals unter Trainer Robert Ibertsberger. Womit Ried nach zwei Niederlagen in der Tabelle den LASK überholte und die Qualifikationsgruppe nun anführt. Da klatschte Ibertsberger am Ende zufrieden mit Nene ab (Bild oben).

Becher und Feuerzeuge flogen auch in Altach. In Richtung von Admiras Kapitän im Tor, Andreas Leitner, ohne ihn zu treffen. Altach lag nach 48 Minuten 0:2 zurück. In der letzten Minuten vor der Pause ein Eigentor des Franzosen Michael Nanizayamo, kurz nach der Pause praktisch ein zweites durch Tormann Tino Casali, der Stefan Surdanovic den Ball zu seinem ersten Tor in der Bundesliga servierte. Ein unnötiges Elfmeterfoul von Admiras Innenverteidiger Bauer brachte nur fünf Minuten später Altach ins Spiel zurück, Christoph Monschein verwandelte gegen seinen Ex-Klub. Admira ließ danach einige Kontermöglichkeiten aus, Altach glich in der 94. Minute durch einen abgefälschten Schuss des U 21-Teamspielers Felix Strauß aus. Danach Ekstase bei Trainer Ludovic Magnin so wie zwei Wochen zuvor in Ried nach Monscheins Siegestor in der Nachspielzeit.

Schlusslicht Altach holte in drei Spielen der Qualifikationsgruppe fünf Punkte, liegt damit nur noch zwei hinter Hartberg. Denn bei den Steirern gab es durch den Trainerwechsel zu Klaus Schmidt bisher keine Impulse. In drei Spielen mit ihm kein Tor, kein Sieg, auf zwei 0:0 folgte die 0:1 (0:1)-Heimpleite gegen WSG Tirol nach einem schnellen Tor des Slowenen Sandi Ogrinec, seinem ersten in der Bundesliga. Die Serie von Hartberg ist wirklich bedenklich: Letztes Tor am 13. Februar beim 1:1 gegen Admira erzielt, seither in sechs Spielen oder in 567 Minuten keines mehr. Letzter Sieg am 28. November (2:1 gegen LASK), danach in neun Runden fünf Niederlagen und vier Unentschieden. In der nächsten Runde muss Hartberg nach Ried, Altach zum Westderby gegen WSG Tirol nach Innsbruck. Admira und WSG Tirol haben je vier Punkte mehr als Altach. Kein beruhigender Vorsprung.

 

 

Foto: Gepa/Admiral.

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