Eishockey

Buffalos Jungstar ließ Vanek einmal alt aussehen

Es sollte ein festlicher Abend in der Joe Louis-Arena von Detroit werden. Die Erinnerung an die Stanley-Cup-Sieger der Red Wings von 1997 vor dem Match gegen die Buffalo Sabres,  Der legendäre Coach Scotty Bowman war gekommen, Stars von damals wie der Kapitän  Steve Yzerman (jetzt General Manager  bei Tampa Bay), Brendan Shanahan (jetzt Präsident der Toronto Maple Leafs), Goalie Chris Osgood, der berühmte Schwede Nicklas Lidström. Den meisten Applaus erhielt der russische Verteidiger Vladimir Konstantinov, der kurz nach dem Stanley Cup-Triumph wegen der bei einem Autounfall erlittenen Verletzungen seine Karriere beenden musste, jetzt im Rollstuhl sitzt. Als er den Stanley Cup in Händen hält, gab´s Standing Ovations von den Rängen.

Detroit lag 0:2 und 1:3 zurück, schaffte mit dem sechsten Saisontor von Thomas Vanek den Ausgleich zum 3:3, verlor aber 3:4. Trotz 43 Schüssen auf das Tor von Buffalos Goalie Lehner. Das bedeutet: Detroit fiel in der Atlantic Division der Eastern Conference auf den letzten Platz zurück, hat von 35 Spielen nur 15 gewonnen, 16 nach regulärer Spielzeit verloren.Weniger Punkte als Detroit haben im Osten nur die New Jersey Devils,  im Westen Vancouver, Arizona und Colorado. Das sieht nicht gut aus, gar nicht nach Play-off-Kurs.

Auch für Vanek lief es gegen seinen Ex-Klub nicht gerade optimal. Am 23. November hatte er bei Detroits 2:1 in Buffalo  unter den Pfiffen der Sabres-Fans im Penaltyschießen den Sieg fixiert, diesmal lief es nicht so gut. Bei 0:0 scheiterte er in einer Aktion mit zwei Schüssen aus kürzester Distanz an Lehner, beim 1:3 ließ ihn Buffalos Jungstar Jack Eichel alt aussehen. Dem Antritt des 20jährigen war der 12 Jahre ältere Vanek nicht gewachsen. Torschütze Eichel sagte nachher keck: „Als ich bemerkte, dass Vanek vor mir steht, wusste ich,  dass ich mit Tempo an ihm  sicher vorbeikomme und frei vor dem Tor bin.“ So war es auch.

Vanek traf dann zwar im Powerplay mit einem präzisen Schuss genau ins Eck 3:3, sein erstes Tor nach fünf Spielen, seit 6. Dezember in Winnipeg, genügte nicht, um Detroits schmerzliche Niederlage zu verhindern. Die Bilanz von Vanek in seinen 24 Partien: Sechs Tore und 13 Assists,also 19 Punkte.  Nicht schlecht, aber Detroit bräuchte mehr. Vaneks letzter Klub Minnesota prolongierte hingegen seinen Höhenflug: 3:2 nach Verlängerung bei den Nashville Predators, den Klubrekord auf elf Siege in Serie verbessert. Nach Plan läuft es  bei den drei Österreichern in der NHL nur für Michael Grabner. 4:3 mit den New York Rangers im Madison Square Garden gegen Ottawa, 24. Sieg im 37. Spiel, 49 Punkte, 15 mehr als Detroit,  in der Metropolitan Division und  im Osten die Nummer drei hinter Columbus und Pittsburgh. Michael Raffl muss bei den Philadelphia Flyers bereits zum zweiten Mal in der Saison wegen einer Verletzung, erlitten zwei Tage vor Weihnachten,  pausieren. Diesmal  in den unteren Körperregionen…

 

 

Foto: Thomas Vanek official Twitter Page.

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