Fußball

Champions League! „Außergewöhnlichen Moment“ für Lainer und Rose vor 21.000 Pappkameraden

Marco Rose und  Stefan Lainer verließen Red Bull Salzburg letzten Sommer trotz Qualifikation für die Champions League in Richtung Mönchengladbach. Samstag war ihr großer Jubeltag: Der Erfolgstrainer und Österreichs Teamverteidiger schafften mit einem 2:1 (1:0) gegen Hertha BSC Berlin die Qualifikation für die Königsklasse. Sie werden im Herbst das nachholen können, was sie durch ihren Wechsel in den Borussia-Park  mit Salzburg verpassten. Mönchengladbach schaffte es zum dritten Mal nach 2015 und 2016  in die Champions League, kann mit 15,25 Millionen Startgeld rechnen.  Das Engagement von Rose und Lainer  machte sich bezahlt: Zehn Punkte mehr als letzte Saison, als in der letzten Runde Platz vier verpasst wurde: „Ein außergewöhnlicher Moment nach einer überragenden Saison“, freute sich Rose. Jetzt ist genug Geld da, um mit Hannes Wolf seinen Musterschüler aus Salzburger Zeiten von RB Leipzig zu holen. „Das haben wir alles für unsere wunderbaren Fans gemacht“, versicherte Lainer (Bild oben) nach den Jubelszenen, „hätten sie heute im Stadion sein dürfen, wäre alles explodiert“. So sassen nur 21.000 Pappkameraden auf der Tribüne. Gladbachs Jubeltag ging auf Kosten von Österreichs Teamkapitän Julian Baumgartlinger und des Samstag beim 1:0 gegen Mainz gesperrten Aleksandar Dragovic: Leverkusen blieb Fünfter, spielt nur in der Europa League.

Jubeln konnte an dem Samstag auch andere Österreicher: Florian Grillitsch, Stefan Posch und Christoph Baumgartner über die direkte Qualifikation für die Europa League mit Hoffenheim. Durch ein 4:0 (2:0) beim desaströsen Vizemeister Borussia Dortmund, der offenbar keine Lust mehr hatte, dagegen zu halten. Alle Tore erzielte der Kroate Andrej Kramaric. Grillitsch und Posch spielten gemeinsam im Abwehrzentrum, Baumgartner wurde nach der Pause für den Ex-Salzburger Munas Dabbur eingewechselt. Hoffenheim verdrängte damit Wolfsburg von Platz sechs, daher muss die Mannschaft von Oliver Glasner in die Qualifikation von der Europa League. Beim 0:4 (0:2) gegen Bayern kam Wolfsburg ohne den verletzten Xaver Schlager schon nach vier Minuten auf die Verliererstrasse.

Ein Grund zum Freuen, aber nicht zum Jubeln gab es für den Tiroler Linksverteidiger Marco Friedl mit Werder Bremen: Durch den ersten Sieg seit 300 Tagen, dem 6:1 (3:0) gegen den desolaten 1.FC Köln, gelange es, vorerst den Abstieg zu verhindern. Friedl leistete den Assist zum Führungstor. Neun Sekunden später begann in der alten Försterei in Berlin der Abstieg von Fortuna Düsseldorf. Mit dem Führungstor von Union Berlin. Der bereits gerettete Aufsteiger mit Ex-Rapidler Christoph Trimmel verhielt sich total sportlich, zeigte anders als die Kölner in Bremen noch volles Engagement. Am Ende verlor Fortuna 0:3 (0:1). Ein bitterer Samstag für die Österreicher Kevin Stöger und Markus Suttner, die den Absteiger verlassen werden. Für Stöger, der keine Ablöse kostet, gibt´s einige Interessenten. Werder führte nach 29 Minuten und Friedls zweitem Assist bereits 3:0, erzielte erstmals unter Trainer Florian Kohfeldt sechs Tore, feierte den höchsten Sieg seit elf Jahren. Aber gewonnen ist damit noch nichts. Werder kann sich nur über seine erste Relegation ab Donnerstag den Klassenerhalt sichern. Wer als Dritter der zweiten Liga der Gegner sein wird, entscheidet sich erst am Sonntag: Heidenheim oder das Nord-Derby gegen den Hamburger SV.

Für Adi Hütter und Martin Hinteregger endete die Saison mit Eintracht Frankfurt auf Platz neun. Hütter setzte beim abschließenden 3:2 (2:0) gegen Paderborn Stefan Ilsanker nicht ein. Philipp Lienhart blieb mit Freiburg durch ein 4:0 (2:0) über Schalke vor Frankfurt auf Rang acht. Eine Supersaison für Freiburger Verhältnisse. Für Alessandro Schöpf ging die Katastrophenserie im Schalke-Dress weiter: Das 16. Spiel hintereinander ohne Sieg. Die Konsequenzen werden Montag verkündet, einige sickerten schon durch. Für Michael Gregoritsch wird das Kapitel Schalke beendet sein, ebenfalls für den österreichischen Fitness-Trainer Klaus Luisser.

Foto: Borussia Mönchengladbach.

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