Fußball

Cvetkovic bis 2028: Bei Rapid laufen nur vier Verträge aus! LASK kämpft um Kalajdzic

Vor dem Freitag-Test gegen Italiens Zweitligist Venezia mit dem Debüt des 22 jährigen Norwegers Tobias Gulliksen gelang Rapid eine wichtige Vertragsverlängerung: Der 28 jährige Abwehrchef Nenad Cvetkovic verlängerte um zwei weitere Jahre bis 2028. Wie wichtig der bei den Fans wegen seines kampfbetonten Stils hoch im Kurs stehende Serbe ist, bemerkte man in seiner ersten Saison bei Grün-Weiß, als er im August 2023 bei seinem neunten Spiel, dem 5:0 bei Blau Weiß Linz, einen Kreuzbandriss erlitt und praktisch neun Monate ausfiel, in denen Rapid Probleme bekam. Auch Trainer Peter Stöger, der vermutlich gegen Venezia einigen Spielminuten geben wird, die zuletzt nur selten zum Zug kamen, schätzt die Qualitäten von Cvetkovic sehr, sonst hätte er ihn nicht zum Kapitän bestimmt, wenn Matthias Seidl nicht zur Startelf gehört.  Nach der Verlängerung mit Cvetkovic gibt es im Rapid-Kader nur vier Spieler, deren Verträge nach dieser Saison auslaufen: Von Furkan Demir, Lukas Grgic, dem dauerverletzten Tobias Borkeeiet und Stürmer Noah Bischoff. Alle andern sind bis 2027 oder noch länger gebunden. Das heißt zwar nicht unbedingt, dass sie nicht vorher gehen, aber Rapid würde in diesem Falle für alle eine Ablöse bekommen.

Rapids nächster Bundesligagegner  WSG Tirol, bisher noch ungeschlagen, vergrößerte sein ohnehin bereits körperlich großes Abwehrzentrum. Zu den Deutschen Jamie Lawrence (2,01 Meter), Marco Boras (1,99) und dem Kärntner David Gugganig (1,92) kam noch der 21 jährige, 1,95 Meter große Deutsche David Kubatta, der 29 Spiele für den deutschen Drittligisten Dynamo Dresden bestritt, letzte Saison mit dem Traditionsklub in die zweite Liga aufstieg. Kubatta kostete keine Ablöse, stand laut Trainer Philipp Semlic schon sehr lange auf Tirols Liste und im „Schattenkader“. Bietet Semlic in Hütteldorf Lawrence, Bones und Kubatta auf, hätte Tirol eine Innenverteidigung, die zusammen fast sechs Meter groß ist, genau 5,95 Meter. Auch wenn es in Tirol noch keiner offen sagt: Nach dem besten Start seit dem Aufstieg mit acht Punkten aus vier Spielen gilt ein Platz in der Meisterrunde als Ziel. Zuvor hatten die Tiroler nach vier Runden nie mehr als fünf Punkte.

Am letzten Tag der Transferzeit könnte es noch einen Coup des LASK geben. Bereits vor Wochen bestätigte das Management von Sasa Kalajdzic, dass sich die Linzer um ihn bemühen. Wie auch die Wiener Austria, als Jürgen Werner noch Sportvorstand war. Der Fehlstart in die Liga dürfte das nochmals verstärkt haben. Zudem dürfte sich bei Kalajdzic anders als noch im Juli und August die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass er leichter über Österreich das Comeback im Nationalteam schaffen könnte als über Wolverhampton. Zuletzt kam der Zweimeter-Riese  beim Letzten der Premier League zu zwei Kurzeinsätzen. Der LASK kann auch einen Leihvertrag für den 28 jährigen Teamstürmer nur finanzieren, wenn Wolverhampton weiter sein Gehalt bezahlt. Viel Zeit für die Einigung bleibt nicht mehr.

Foto: SK Rapid/Daniel Widner.

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