Fußball

„Dan from Austria“: In Kilmarnock für Watford und Foda empfehlen

Die Fans von Grasshoppers Zürich lassen trotz roter Laterne nichts über Österreichs Teamtorhüter Heinz Lindner kommen: „Außer Lindner könnt ihr alle gehen“, skandierten sie nach dem verlorenen Kellerduell. Auch in Schottland gibt es einen österreichischen Tormann, der bei seinem Verein hoch im Kurs steht: Daniel Bachmann (Bild oben) mit 24 Jahren um vier jünger als Lindner. So wie Österreich Nummer eins mit einer Austria-Vergangenheit. Schon mit 17 brach er 2011 in Wien die Zelte ab, wechselte nach Stoke. Wurde aber in die unteren Ligen zu Wrexham, Ross County in Schottland sowie Bury verliehen, um Spielpraxis zu bekommen. 2017 der Wechsel nach Vertragsende in Stoke zu Watford. Aber auch in London  keine Chance, an den Routiniers vorbei zu kommen, mehr als die Nummer drei zu sein, Daher letzten Sommer wieder verliehen. Nach Schottland zum FC Kilmarnock aus einem 46.000 Einwohner-Städtchen südwestlich von Glasgow. Normalerweise ein Abstiegskandidat, diese Saison aber Vierter. Noch einen Platz vor Hearts of Midlothian, dem zweiten Österreicher-Klub in Schottland. Ex-Rapidler Peter Haring ist aber nach einer Leistenoperation im Jänner noch nicht dabei, geht stark ab.

Der 1,91 Meter große Bachmann vertraut inzwischen nicht mehr seinem langjährigen Berater Max Hagmayr, sondern auf eine englische Agentur. Kämpfte sich bei Trainer Steven Clarke zur Nummer eins durch, verdrängte den 32jährigen schottichen Konkurrenten Jamie McDonald.  Kam auf 16 Einsätze in 26 Runden der Premiership. Zögerte Sonntag die 0:1-Heimniederlage gegen Meister Celtic im Rugby-Park bis zur letzten Minute hinaus. Vor 11.000 Zuschauern. Nur Celtic und die Glasgow Rangers locken so viele Fans in Kilmarnock an, ansonst sind es zwischen 5000 und 8000. Auf die bittere Niederlage gegen Celtic mit zehn Mann in den letzten 18 Minuten folgte auf der Klubhomepage ein Interview mit „Dan from Austria“, wie sie Bachmann bei Kilmarnock nennen.  Der Dan aus Österreich machte  Mut für den Gang in den Ibrox-Park von Glasgow, wo Rapid im Herbst gegen die Rangers 1:3 in der Europa League verloren hatte. Dort steigt Mittwoch Abend, zur gleichen Zeit, in der Englands Meister Manchester City in der Champions League bei Schalke gastiert und Atletico Madrid Juventus mit Cristiano Ronaldo empfängt,  das Wiederholungsspiel im Achtelfinale des schottischen Cups bei den Rangers.  Daheim hatte Bachmann das 0:0 gehalten.

Aber Schottland soll nur die Zwischenstation für ihn sein. Ein Ziel ist für Sommer die Rückkehr nach London zu Watford, wo Sebastian Prödl nach seiner Knieoperation inzwischen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Die Nummer eins, Ben Foster , wird Anfang April 36 Jahre alt.  Sein brasilianischer Ersatz, Heurelho Gomes, beendet im Juni  mit 38 seine Karriere. Da hofft Bachmann nach weiterhin guten Leistungen für Kilmarnock auf einen Platz im Premier League-Kader. Die nötige Statur hätte er ja. Das zweite Ziel ist noch kurzfristiger. Und heißt so rasch als möglich bei Teamchef Franco Foda Beachtung finden. Ein österreichischer p.r.-Berater schaut, dass der Keeper auch in die Medien vorkommt. Bei Fodas Vorgänger Marcel Koller gehörte er in seiner Stoke-Zeit schon einige Male zum Kader. Auf Grund guter Leistungen bei seinen 16 Spielen in Österreichs U21. Jetzt hat er regelmäßig Spielpraxis. Aber anderseits hat Foda keinen Grund, bei seinen zuletzt einberufenen Torhütern etwas zu wechseln. Weder bei Lindner, noch bei Richard Strebinger oder Cican Stankovic. Da gibt´s nur eines: Nicht nachlassen bei Kilmarnock.

Foto: © Kilmarnock FC.

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