Fußball

Das erste Tor brachte Oliver Glasner nicht den ersten Sieg

Das erste Tor des neuen Jahres in Englands Premier League erzielte Crystal Palace, die Mannschaft von Oliver Glasner. Sechs Minuten vor der Pause beendete der Kopfball von Torjäger Jean Philippe Mateta zum 1:0 im Londoner Duell gegen  Fulham (Bild) die „Torsperre“ des Franzosen. Sein achter Saisontreffer war zugleich der erste seiner Karriere gegen Fulham. Aber der beendete nicht die Sieglosserie von Crystal Palace. In der 80. Minute gelang Fulham im Sellhurst Park der Ausgleich, in der Nachspielzeit verhinderte ein Superreflex von Tormann Dean Handerson die Heimniederlage im 31. Spiel dieser Saison zum Abschluss der Hinrunde.  Als Will Hughes nach 57 Minuten verletzt ausschied, musste Glasner insgesamt zehn Spieler vorgeben. Solange die „Eagles“ nicht am Zahnfleisch gingen, war die Leistung in Ordnung. Daher bilanzierte Glasner nicht negativ: „Wir konnten den Abwärtstrend stoppen!“ Zur gleichen Zeit schaffte auch Meister Liverpool keinen Heimsieg: nur 0:0 an der Anfield Road gegen Aufsteiger Leeds.

Die Schlagzeilen in England gehörten Donnerstag aber dem Rauswurf von Trainer Enzo Marresca bei Chelsea nach eineinhalb Jahren. Letzte Saison gewann der 45 jährige Italiener mit dem jüngsten Kader der Liga zunächst die Conference League, danach die Klub-WM in den USA, in der Champions League gelang ein bemerkenswertes 3:0 gegen den FC Barcelona. Dennoch hatte er nach nur zwei Siegen in den letzten acht Runden praktisch keinen Kredit mehr. Das merkte man auch an der Reaktion der Fans, als Maresca am Dienstagan der Stamford Bridge beim 2:2 gegen Bournemouth Stürmer Cole Palmer austauschte. Da skandierten sie „you dont know, what you are doing!“ Heißt: Du weißt nicht, was du tust.

In den Spekulationen um den Nachfolger von Maresca, für den Chelsea vor eineinhalb Jahren 60 Millionen Euro Ablöse an Leicester bezahlte, wird garantiert auch der Name von Glasner fallen. Ein fliegender Wechsel des Österreichers wird aber nicht passieren. Sieht ganz danach aus, als sollte bei Chelsea bis Saisonende Liam Rosernier, seit 2024 der erfolgreiche Trainer vom französischen Partnerklub Racing Straßburg, übernehmen.  Im Elsass parkt Chelsea seine Talente. In der League 1 liegt Straßburg, der Tabellenführer der Conference League, auf Platz sieben.

Foto: Crystal Palace.

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