Fußball

Das neue Gesicht der Bundesliga: Pro Spiel 3462 Zuschauer zu wenig

Im Schatten der Länderspielpause zog die Bundesliga Bilanz über  die ersten 22 Runden mit ihrem neuen Gesicht vor der Punktehalbierung bevor es am Wochenende mit dem Start in die jeweils 30 Spiele der Qualifikations-und Meisterrunde weiter geht Samstag beginnt der Kampf um Platz sieben und gegen den Abstieg, in dem Mattersburg mit einen Punkt Vorsprung auf Rapid geht, in Altach gastiert, Grün-Weiß die Admira empfängt und Hartberg Schlusslicht Wacker Innsbruck. Der erste Schlager im Kampf um Meistertitel und Europacupplätze heißt Sonntag Red Bull Salzburg gegen Austria. Der LASK, mit vier Punkten Rückstand der erste Verfolger des Titelverteidigers, muss nach Wolfsberg, Sturm hat St.Pölten zu Gast.

Große Neuigkeiten in den letzten zwei Wochen gab es nicht: St.Pölten betätige Ranko Popovic als Trainer, will man, wie Manager Andreas Blumauer erklärte, auf Kontinutität setzt. Obwohl die bei Popovic bisher Misserfolg hieß. Rapid trennte sich von Muhammet Akagündüz, dem Trainer der zweiten Mannschaft, versäumte es aber in Sachen Sportchef Frey Bickel für klare Verhältnisse zu sorgen. Altachs neuer holländischer Trainer Alex Pastoor versicherte, nicht viel ändern zu wollen, weil das Chaos bedeuten würde.  Angesichts des Tabellenplatzes der Vorarlberger etwas verwunderlich. Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer und Sportchef Ralf Muhr fanden  zu Interimstrainer Robert Ibertsberger keine Alternative, hingegen eine neue Hoffnung, dass alles besser wird: Den 3:0-Sieg im belanglosen Freundschaftsspiel beim russischen Tabellenführer Zenit St. Petersburg, mit dem Sponsor Gazprom verbindet.

Dort siegte die Austria letzten Samstag vor 35.000 Zuschauern, vollen Tribünen (Bild oben). So viele könnte es in Österreich nur geben, wenn ein Spiel im Happel-Stadion stattfindet. Was kein Thema ist. In den ersten 22 Runden kamen 852.605 Besucher zu den 132 Spielen.  Das ergibt einen Schnitt von 6538 pro Match. Damit fehlen auf den von Ligavorstand Christian Ebenbauer seit Jahren als Ziel angegeben Schnitt von 10.000 pro Match 3462. Die Hoffnungen in der Ligazentrale: Zu den viere Runden dieses Jahres kamen im Schnitt 525 Zuschauer mehr als im Herbst. Das gilt als Indiz für eine positive Reaktion auf den neuen Modus, der ja nur durch das Tief von vermeintlichen Topklubs wie Rapid, Sturm und Austria so spannend wurde. Abwarten, ob sich diese Tendenz am Wochenende fortsetzen wird.

Zuschauerkrösus blieb trotz der sportlichen Krise Rapids mit 17.417  im Schnitt vor Sturm (11255) und Austria (10.149). Neun der zwölf Klubs verzeichneten einen Besucheranstieg, drei einen Rückgang. Das sind Rapid mit einem Minus von 6,62 Prozent, Altach (7,00) und Mattersburg(10,08).  Österreichischer kamen auf 72,4 Prozent der Spielzeit. Da ist Altach der Spitzenreiter vor Mattersburg und Hartberg, erst dann kommt mit Sturm der erste Klubs aus der Meisterrunde.

Die Highlights des Grundurchgangs: Das sind die 55 Punkte von Salzburg, die es zuvor seit Gründung der Bundesliga in 22 Runden noch nie gab. Ebenso beim LASK nur zwei Niederlagen. Sturm kassierte nur fünf Gegentore, seit Roman Mählich Trainer ist, Wolfsberg, Austria und St.Pölten verbindet die Zahl neun. So viele Kopfballtore erzielten die Kärntner, so viele die Austria von außerhalb des Strafraums un so oft trafen bei den Niederösterreichern die Joker. Das sind Spitzenwerte der Liga. Für einen sorgte auch Hartbergs Trainer Markus Schopp: Er war nach Oliver Glasner (LASK), Walter Kogler (Wacker Innsbruck) und Adolf Blutsch (LASK) erst der vierte Trainer, dem mit einem Aufsteiger fünf Siege hintereinander gelangen. Reiner Geyer schaffte bei Admira, was vor ihm seit 38 Jahren, seit Felix Latzke 1981 kein Trainer aufweisen konnte: Die ersten drei Spiele im Frühjahr zu gewinnen. Der Elferkiller der Liga steht beim Letzten im Tor: Christopher Knett wehrte drei Penaltys ab. So viele wie alle anderen Torhüter zusammen.

Foto: © FK Austria Wien Media.

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