Fußball

Trotz 1:4 Irland-Ticket gelöst: Die zweite Europameisterschaft für Zsak

Österreichs U 17 (Bild oben) um Kapitän Paul Koller, einem Innenverteidiger von  Admira, hat das geschafft, um das die  Nationalmannschaft  nach der 2:4-Blamage in Israel zittern muss: Die Qualifikation für die Europameisterschaft. Trotz der ersten Niederlage nach 17 Partien, dem 1:4 (0:1) gegen Italien, blieb Österreich dank des  5:1-Kantersiegs über Rumänien und des 0:0 gegen die Türkei Gruppenzweiter, schaffte es auch mit vier Punkten, was Teamchef Manfred Zsak vorher bezweifelt hatte, zur Endrunde vom 3. bis 9.Mai nach Irland. Zum Glück irren mitunter auch erfolgreiche Teamchefs.

Für den 54jährigen Zsak, der als Aktiver 49 Länderspiele absolvierte, bei der WM 1990 dabei war, ist es bereits die zweite Europameisterschaft. Die erste schaffte er vor vier Jahren mit dem Jahrgang 1988. Zsak gab zu, dass die Italiener die klar bessere Mannschaft stellten, mit Sebastiano Esposito, der für Inter Mailand schon in der Europa League spielte, ein herausragendes Talent mit enormer Qualität hatten: „Wir ließen leider vier, fünf hochkarätige Chancen aus. Aber über allem steht die erfolgreiche Qualifikation!“ Die Fußball-Österreich zwei Tage nach der Peinlichkeit von Haifa brauchen konnte. Die schafften Talente von Admira, aus den Akademien von Salzburg, dem Burgenland und St.Pölten, je ein Legionär von Chelsea (Thierno Ballo) und Werder Bremen (Tormann Philipp Jorganovic). Aber den Großteil stellten Spieler der Wiener Großklubs Austria und Rapid. Es gibt sie doch noch, die Talente in Wien. Abwarten, wo sie in zwei Jahren sein werden. Ob im Kader der violetten und grün-weißen Bundesligamannschaft oder nur in Wartestellung in den zweiten Mannschaften oder im Ausland bei einem namhaften Klub in den Amateuren oder in der U 19.

Auch Dienstag schwirrten die Scouts in um die Österreicher herum. Die werden im Mai auch in Irland sein. Der Rapidler Deniz Pehlivan ist bei Eintracht Frankfurt und Trabzonspor am Radar, Austrias Mitelfeldspieler Stefan Radulovic in Italien bei Parma und dem FC Genoa, in Deutschland bei Schalke. Irgendwer sollte sie und ihre Eltern vom Fehler abhalten, den zweiten oder dritten Schritt vor dem ersten zu tun. Normal sind  Berater,die heutzutage fast jeder Nachwuchsteamspieler bereits hat, natürlich aus ureigenstem Interesse mehr an einem Auslandstransfer interessiert. Im Falle Pehlivan und Radulovic ist es anders. Der rät, die Entwicklung bei Rapid und Austria voranzutreiben. Ziemlich fix ist hingegen, dass Manuel Polster, der Torschütze gegen Italien, von der St.Pöltener Akademie nach Deutschland zum VW-Klub Wolfsburg wechseln wird. Die Österreicher, die noch im Nachwuchs ins Ausland gingen und es schafften, wirklich Karriere zu machen, kann man an den Fingern einer Hand abzählen.

Die Vorreiter waren 1990 Harald Cerny, der von Admiras Nachwuchs zu Bayern München wechselte und sieben Jahre später Martin Stranzl, der von Güssing in den Nachwuchs von 1860 München übersiedelte. Cerny schaffte es zu einer Saison bei Bayern in der deutschen Bundesliga, zu zwölf Jahren bei 1860 München, zu 49 Länderspielen und zur WM 1998. Stranzl kämpfte sich bei den Löwen nach oben, spielte danach bei VfB Stuttgart, Spartak Moskau und Borussia Mönchengladbach spielte, 56mal für Österreich, darunter bei der Heim-Euro 2008.  Der erfolgreichste war David Alaba, der bisher auf Klubebene alles gewann, was man gewinnen konnte. Erfolgsbeispiele nach Alaba? Alessandro Schöpf, der es nach der Bayern-Nachwuchsschule über Nürnberg in die deutsche Bundesliga zu Schalke und ins Nationalteam brachte. Wenn man will Florian Grillitsch, der via Werder Bremens Nachwuchs zum gestandenen Bundesligaspieler wurde. Stefan Posch scheint bei Hoffenheim auf einem guten Weg zu sein, mit Nachsicht auch Marco Friedl als Bayern-Leihgabe bei Werder Bremen.  Aber das sind die Ausnahmen der Regel, die viel öfters scheitern hieß.

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