Fußball

Der neue Lizenzausschuss der Bundesliga sorgt für Aufregung

Zwischen dem Achtel -und Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Katar hält die Bundesliga Mittwoch ihre Generalversammlung ab. Der vergangene Woche veröffentlichte Geschäftsbericht wird kein Aufreger sein, Zündstoff gibt es durch die Vorschläge der eingesetzten Arbeitsgruppe Gremien, die Finanzvorstand Alexander Schwärzler leitete, über die Besetzung der Senate. Für die wurde die Devise Verjüngung ausgegeben. Und das soll auch der Grund sein, warum in neuen Senat fünf, der für die Vergabe der Lizenzen zuständig ist, anders als bisher ein Vertreter der Spieler fehlt. Zumindest ist das die offizielle Version. Der Vertreter war in den letzten15 Jahren Rudolf Novotny, einer der Gründungsväter der Spielergewerkschaft. Zuschulden kommen ließ er sich nichts. Er plauderte keine Geheimnisse aus, aber er ist 69 Jahre alt. Zu alt für einen Ligasenat? Schwer zu glauben.

Ob das andere Gründe hat? Als Gernot Zirngast, der Vorsitzende der Vereinigung der Fußballer, die sich vor zwei Wochen von der Gewerkschaft younion löste und die neue Spielervereinigung gründete, die aktuell 770 Mitglieder aus dem Spitzenfußball hat, den Platz im Senat fünf bei Christian Ebenbauer, dem Vorstandschef der Liga, reklamierte, kam ein Gegenvorschlag. Man solle doch einen Wirtschaftsprüfer nominieren. Aber weder Zirngast noch sein designierte Nachfolger Gernot Baumgartner wollten sich vorschreiben lassen, wer künftig an den Beratungen über die Lizenzvergabe dabei sein und die Interessen der Spieler vertreten soll. Zu einer Einigung kam es nicht. Daher wird der Platz des Spielervertreters frei gehalten. Nur vorerst oder gibt es den künftig gar nicht mehr?

Fakt ist auch, dass im Zuge des Streits zwischen younion und den Spielern Ebenbauer eindeutig Stellung bezog. Indem er nur die younion als Gesprächspartner, etwa in Sachen Kollektivvertrag akzeptiert und nicht die neue Spielervereinigung. Der Schönheitsfehler dabei ist, dass die younion praktisch keine Mitglieder aus dem Spitzenfußball, sprich Bundesliga und zweiter Liga hat und daher wahrscheinlich nicht der richtige Partner sein dürfte. Zwischen younion und der neuen Spielervereinigung herrscht derzeit sozusagen ein Waffenstillstand. Es gibt Gespräche, um auszuloten, unter welchen Möglichkeiten die bisherige Zusammenarbeiten doch möglich wäre. Christian Meidlinger, der Vorsitzende von younion, gehört nicht zu den zwei Vertetern der Gwerkschaft, die verhandeln.  Über den Stand soll es aber keine „Wasserstandsmeldungen“ geben, es wurde Stillschweigen vereinbart. Natürlich könnte man auch einen Zusammenhang mit den jüngst veröffentlichten Finanzdaten der Klubs vermuten. Nach denen kann man annehmen, dass es mit der Lizenz für die Austrias aus Wien, Klagenfurt und Lustenau Schwierigkeiten geben wird. Zumindest in erster Instanz.

Foto: Gepa/Admiral.

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