Fußball

Das WM-Viertelfinale als Signal an die Bundesliga

Österreichs  Unter 17-Team gelang Dienstag beim 4:0 gegen England der Aufstieg ins Viertelfinale der WM in Katars Hauptstadt Doha spektakulärer und souveräner als danach der Nationalmannschaft im Happel-Stadion das zum WM-Ticket notwendige Unentschieden gegen Bosnien, Sicher werden einige einwenden, die rot-weiß-roten Hoffnungen hätten ja „nur“ gegen gleichaltrige gespielt, das sei ja noch Kinderfußall. Was so sicher nicht stimmt. Wie sie an die Aufgabe herangingen, das war schon imponierend. Kein verhängnisvoller Patzer in der Defensive, in der Offensive sehenswerte Dribblings. Ein Typ wie der Austrianer Hasan Deshishku (Bild) würde auch dem Nationalteam guttun.

Teamchef Hermann Stadler fand für seine Mannschaft die richtigen Mischung zwischen Absicherung und Pressing. So funktionierte nicht nur das Spiel gegen den Ball, sondern auch s mit dem Ball. Das erklärt die fünf Siege mit nur einem Gegentor, lässt auch für das Viertelfinale am Freitag gegen Japan auf die Fortsetzung der Erfolgsserie hoffen: „Wenn man gegen England 4:0 gewinnt, dann fehlen einem fast die Worte“, meinte Stadler. Bisher konnten seine Spieler in jeder der fünf Partien nach der Pause massiv zulegen. Zugleich ist der WM-Erfolg auch ein Signal aus der Wüste an die Bundesliga: Junge Österreicher verdienen mehr Vertrauen! Wird interessant sein, wie der Weg von Kapitän Jakob Pokorny, Rafael Feldinger, Jakob Werner, Filip Aleksic und dem Sechsfach-Torschützen Johannes Moser bei Salzburg weitergeht, Pokorny bestritt in dieser Saison schon drei Spiele in der zweiten Liga bei Liefering, Moser sogar sechs mehr. Ifeany Ndukwe saß bei der Austria in der Bundesliga schon auf der Bank, kam bei den Young Violets so wie Deshishku auf sechs Einsätze in der zweiten Liga. Ob das bald auch dem kampfstarken Mittelfeldspieler Vasilje Markovic gelingen wird?

Einer muss leider monatelang pausieren: Für Salzburg-Stürmer Dominik Dobis, der gegen England schon nach 22 Minuten verletzt ausschied, gab es die befürchtete Diagnose: Kreuzbandriss und demnächst Operation. Das ist nicht die erste schwere Verletzung in seiner noch jungen Karriere. Daher gab es intern den Rütlischwur: Wir müssen auch für Dobis weiter siegen!

Foto: ÖFB/A.Pichler.

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