Fußball

Nach 28 Jahren Pause darf Österreich nicht in der Vorrunde ausscheiden

Einen Tag nach dem Ende von Österreichs WM-Durststrecke freute sich ServusTV über insgesamt 2,6 Millionen Zuseher beim 1:1 zwischen Österreich und Bosnien. So viele sahen bisher kein Fußballspiel in diesem Jahr, die Übertragung aus dem Happel-Stadion hatte einen Marktanteil von 51,7 Prozent. Für Teamchef Ralf Rangnick begannen Mittwoch die Planungen für die WM-Vorbereitung im Frühjahr 2026. Er traut seinem Team, sofern es in Bestbesetzung antritt, bei der WM einiges zu. Das bedeutet nach 28 Jahren Pause sicher in erster Linie die Vorrunde zu überstehen, so wie 1978 und 1982. Was danach, sowohl 1990 in Italien als auch acht Jahre später in Frankreich nicht gelang.

Um das zu verhindern, werden sicher bessere Leistungen als beim Unentschieden gegen Bosnien notwendig sein. Ebenso „Adaptierungen“ bei der Mannschaft. Es kann nicht gut für die Offensive sein, wenn es so wie Dienstag in der Mannschaft keinen gibt, der aus vollem Lauf mit links flanken kann. Die meisten Flanken von links kamen von Philipp Mwene und Marcel Sabitzer, aber fast immer, mit rechts.  Das kann einmal gut gehen, wie bei Sabitzers Flanke vor dem Ausgleich, ist aber nicht die beste Variante. Was erwartet Österreich nächstes Jahr bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada mit 16 Spielorten?

Zum dritten Mal hintereinander in der Vorrunde rausfliegen, darf eigentlich nicht passieren.  In dem erstmals auf 48 Teilnehmer aufgeblähtem Turnier kommen in den zwölf Gruppen nicht nur die ersten und zweiten weiter, sondern wie derzeit auch bei der U 17-WM in Katar die acht besten Drittplatzierten. Daher beginnt erstmals die k.0.-Phase mit 32 Teams. Bisher war das eine ganze Weltmeisterschaft. 1978 stieg Österreich in Argentinien bei nur 16 Teilnehmern auf, vier Jahre später in Spanien bei 24. Auch wenn Österreich am 5. Dezember bei der Auslosung im John F. Kennedy-Center von Washington, bei der Rangnick anwesend sein wird, in den dritten Topf kommen sollte, wonach es aussieht, wäre das kein Beinbruch. In Topf eines werden außer den Veranstaltern USA, Kanada und Mexiko auch Deutschland, Argentinien, Brasilien, Holland, England, Frankreich, Belgien und Portugal sein, in Topf zwei unter anderem Kroatien, die Schweiz, Japan, Iran, Kolumbien, Uruguay, Ecuador, Marokko und Senegal. Da sind lösbare Aufgaben dabei. Im Topf drei dürften außer Österreich auch Norwegen, Schottlan, Algerien, die Elfenbeinküste, Paraguay, Ägypten und Tunesien sein. Zum ersten Mal qualifizierten sich Usbekistan, Jordanien, Kap Verde und am Dienstag auch Curacao für die WM. Eine Karibikinsel mit knapp 160.000 Einwohner, der bisher „kleinste“ WM-Teilnehmer.  Beim entscheidenden Spiel, dem 0:0 gegen Jamaika, fehlt der holländische Teamchef Dick Advocaat aus privaten Gründen.

Foto: ServusTV/Gepa.

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