Fußball

Dauer-Fragezeichen Wurmbrand: Trotz Krise wollen 15.000 Rapid sehen

Tabellenführer Red Bull Salzburg beim Letzten Blau Weiß Linz, der Zweite LASK in Hartberg, Rapid im Kampf gegen die Krise daheim gegen Ried: das bietet die Bundesliga am Samstag. Bis auf die Linzer lief es zuletzt bei keinem wunschgemäß, die Unruhe ist groß. Salzburg-Insider behaupten, zu den ersten Aufgaben des neuen Sportchefs werde es gehören, sich von Trainer Thomas Letsch zu trennen. Nur hat Salzburg nach der Absage von Andreas Schicker keinen Sportchef. Mit Markus Katzer gab es ein Gespräch – nur ist dessen Bilanz bei Rapid nicht gerade eine Empfehlung. Derzeit hat er in Hütteldorf einige Baustellen.

Interimstrainer Stefan Kulovits braucht Samstag gegen Ried dringend den Heimsieg, um sich für eine Amtszeit bei Saisonende zu empfehlen. Dafür hatte er eine ganze Trainingswoche Zeit, in der er sehr viele Inhalte anging und eine gute Energie bemerkte. „Positiv!  war für ihn beim 0:3 gegen den LASK die höchste Laufleistung der Saison. Mit 117 Kilometern um acht mehr als der bisherige Schnitt – nur gibt es dafür keine Punkte.  Mehr Ballbesitz, mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel, das sind wichtige Themen. Um den Zusammenhalt zu fördern, gab es zudem ein Teambuilding via Bowling spielen. Ob das hilft?

Beim Personal gibt es noch Fragezeichen. Um Ercan Kara, um Claude Mbuyi und auch wieder um Nikolaus Wurmbrand. Muskuläre Probleme bremsen den 19 jährigen, seit Wochen stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, ihn von Beginn an zu bringen oder für einen Kurzeinsatz aufheben. „Wir arbeiten dran, ihn so weit zu bringen, dass er ständig 90 Minuten spielen kann“, versicherte Kulovits. Es wäre für Grün-Weiß dringend notwendig, dass dies nicht mehr zu lange dauert. Auch Ried bangt um seine gefährlichste Waffe: Kingsley Mutandwa, mit acht Toren gemeinsam mit Otar Kiteishvili von Sturm Graz, Tirol-Kapitän Valentino Müller, Elias Havel von Hartberg und Salzburgs Petar Ratkov Erster der Schützenliste, ist angeschlagen. Der beste Rapidler in der Schützenliste liegt nur auf Rang zwölf: Kara mit vier Treffern.

Unglaublich, dass trotz Rapid-Tief schon bis Donnerstag 15.000 Karten für das letzte Bundesliga-Heimspiel dieses Jahres verkauft waren. Trotzdem: Das wird die schlechtest besuchte Partie dieser Saison in Hütteldorf. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, das die Mannschaft nur zu Saisonbeginn hatte.

 

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