Fußball

Der Abend des Ercan Kara: Er hätte sogar einzigartig werden können!

13.208 Zuschauer in Hütteldorf bekamen als Dank für ihren Besuch acht Tore zu sehen. Sechs von Rapid zum 6:2 (3:1)-Kantersieg gegen Santa Coloma aus Andorra, mit einem Gesamtscore von 9:3 kam Rapid erwartungsgemäß in die dritte Runde. Der Mann des Abends war Ercan Kara mit einem Dreierpack. Tommi Adamsen, der zuvor sowohl beim Hinspiel in Andorra als auch beim 3:0-Cuosieg gegen Wienerberg zur Startelf gehörte, bekam Mittwoch eine Pause. Der Däne hatte Sonntag im Duell der Torjäger mit einem Doppelpack vorgelegt, Kara konterte mit drei Treffern. Damit erzielte er zehn Europacuptore , eines mehr als Guido Burgstaller, Marco Grüll und die Legende Christian Keglevits. Es hätte sogar ein Abend werden können, nach dem Kara einzigartig wäre. Das verhinderte sein Austausch in der 78. Minute. Dann damit starb die Chance auf ein viertes Tor von ihm. Dann wäre er der erste Rapidler gewesen, der in dem vor zehn Jahren eröffneten viermal in einem Spiel scorte.

Vor Anpfiff wurde Bendegüz Bolla als Rapidler des Jahres geehrt. Zu dem wählten die Fans den Ungarn zum ersten Mal, mit klarem Vorsprung auf Kara. Rechtsverteidiger Bolla gehörte dann zu den auffälligen Spielern, bei drei Toren hatte er seine Beine im Spiel. Bei zwei von Kara: zum 1:0 nach dem ersten gelungenen Angriff in der zehnten Minute und zum 5:1 in der zweiten Hälfte. Fünf Rapid-Treffer fielen nach schönen Kombinationen, Karas 3:1 nach Doppelpass mit Kapitän Matthias Seidl. Eines  nach einem Bolla-Freistoss durch Innenverteidiger Nenad Cvetkovic, der beim Torjubel zeigte, dass er wieder Vater wird.

Die Startelf Rapids wird am Sonntag beim Bundesligastart gegen Altach, der sicher schwerer wird als die Pflichtübung gegen Santa Coloma, garantiert anders aussehen als am Mittwoch im 4-4-2 mit Marco Tilio als zweite Spitze zu Kara. Yusuf Demir wird sicher nicht erst zur zweiten Hälfte kommen, Nikolaus Wurmbrand sollte länger als 20 Minuten spielen, in denen er nach perfektem Assist von Jannes Horn prompt das 6:1 erzielte. Der verkraftbare Schönheitsfehler waren die vermeidbaren Gegentore: Beim ersten verlor Jonas Auer ein Kopfballduell, beim zweiten ließen sich die Innenverteidiger, Cvetkovic und Serge Raux-Yao, ausspielen.

Nach Schlusspfiff losten am Spielfeldrand die Langstreckenläuferin Julia Mayer und Fußballlegende Andreas Herzog die zweite Runde im österreichischen Fußballcup aus. Titelverteidiger LASK gastiert in Deutschlandsberg, Rapid muss zu Austria Klagenfurt,  die Wiener Austria zum Regionalligaklub Traiskirchen, Red Bull Salzburg zu Zweitligist St. Pölten und Sturm Graz nach Voitsberg zum steirischen Derby. Nächste Woche trifft Sturm in der Qualifikation zur Champions League auf den türkischen Spitzenklub Fenerbahce Istanbul, der in Kattowitz gegen Górnik Zabrze ein 1:1 (1:1) erkämpfte und mit dem Gesamtscore von 2:1 weiterkam.

Foto: Yigit Örme.

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