Eishockey

Der größte Erfolg für Raffl! Aber damit hat er noch nicht genug

Donnerstag verabschiedete sich Michael Grabner mit den Arizona Coyotes in Edmonton mit einem 1:7-Debakel gegen Colorado Avelanche aus dem Playoff der NHL. Einen Tag später schaffte sein Villacher Freund Michael  Raffl mit den Philadelphia Flyers in Toronto den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Nach dem 3:2 (2:1, 1:1, 1:0) gegen die Montreal Canadiens, dem vierten Sieg in der Serie „Best of seven“  steht Raffl erstmals im Semifinale der Eastern Conference, in dem die Flyers ab Montag auf die New York Islanders treffen. Den Bezwinger der Washington Capitals mit ihrem russischen Topstar Alexander Ovechkin.

Raffl spielt seit sieben Jahren in Philadelphia. Eine Saison davor gewannen die Flyers zum letzten Mal eine Siebener-Serie im Play off. Seit damals gab es nur ein stetiges Wechselspiel zwischen Verpassen der Playoffs und dem Erstrunden aus. Mit einem fast komplett neuen Trainergespann um Trainer Alain Vigneault scheint das unbestritten talentierte Team dieser Saison sein Potenzial ausspielen zu können: „Ich halt uns für kompakt und stark genug, um ins Finale um den Stanley Cup zu kommen“ sagte der 31 jährige Raffl schon vor Beginn der Playoffs in Toronto. Er setzt dabei durchaus Akzente. Freitag war es bei seinem 494. NHL-Spiel in der 25. Minute das Tor der Nummer 12 zum 3:1 (Bild oben).  Raffl leitete den Angriff mit einem Puckgewinn im eigenen Drittel ein, war dann im richtigen Moment als einziger Spieler Philadelphias vor Montreals Tor (Bild oben)  Der Schuss von Flyers-Verteidiger Travis Sanheim traf Raffl, ging von ihm an die Stange, von dort traf der Puck Montreal-Goalie Corey Price, sprang über die Linie. Egal wie, es zählt. Es war Raffls zweiter Treffer in der Serie gegen Montreal, der dritte in diesem Play-off, der elfte in den 63 Partien dieser Saison.  Aber Raffl hat mit dem Aufstieg noch nicht genug: „Den Stanley Cup in Villach herzuzeigen, das wär´doch etwas, was es noch nie gab!“ Zur Erklärung: Jeder Spieler, der den Stanley Cup gewinnt, darf ihn danach in seiner Heimat präsentieren. Das gehört zur Tradition.

Montag beginnt die Serie gegen die vom 58 jährigen Kanadir Barry Trotz gecoachten Islanders mit ihrem russischen Keeper Semyon Varlamov  und dem kanadischen Stürmerstar Jordan Eberle.  Die letzte Saison bereits unter den besten fünf Teams der Liga zu finden waren. Trotz hatte 2018 mit Washington den Stanley-Cup gewonnen, zwei Jahre später eliminierte er seinen Ex-Klub aus dem Play-off.  „Wir haben Selbstvertrauen genug“, versichert Raffl, „die richtige Mischung zwischen Routine und Talent.“ Auch dank des 22 jährigen Tormann Carter Hart, der Freitag 31 Schüsse hielt. Das zweite Semifinale der Eastern Conference heißt Tampa Lightning gegen Boston Bruins. Im Westen trifft Dallas auf Colorado und die Vegas Knights auf die Vancouver Canucks, die mit einem 6:2-Sieg die Chancen der St. Louis Blues auf die Titelverteidigung beendeten.

In Österreich präsentierten die Linzer Black Wings einen neuen Trainer: Den 37 jährigen Pierre Beaulieu, zuletzt Head Coach in der DEL bei Krefeld. Der Kanadier arbeitete bereits in Österreich: 2010/11 beim KAC, danach als Assistent in Innsbruck. Es hätte sich auch österreichische Lösung mit Ex-Teamstürmer Philipp Lukas, der von 2010 bis 2018 für die Black Wings gespielt hatte, angeboten, für die einiges sprach. Offenbar trauten Präsident Peter Freunschlag und Sportchef Gregor Baumgartner Lukas dies aber nicht zu. Was Beaulieu besser können soll als Lukas, das bleibt ihr Geheimnis. Lukas bleibt bei der zweiten Mannschaft in der Alps League.

Foto: NHL.

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