Eishockey

30 neue Ausländer in 18 Tagen und Aufforderung zur Neuwahl

Michael Raffl fehlte in den letzten drei Partien der Philadelphia Flyers im Viertelfinale des NHL-Play-off gegen die New York Islanders in Toronto, höchstwahrscheinlich wegen seines verletzten Sprunggelenks. Die ersten zwei verlor Philadelphia, im dritten gelang nach Verlängerung ein 4:3-Sieg. Aber die Islanders führen mit 3:2-Siegen. Bei Raffls Ex-Klub Villach spekuliert man mit einem „Comeback“ des NHL-Legionärs im Herbst: Bis zum Start der neuen NHL-Saison der noch nicht fixiert ist, aber nicht vor Dezember über die Bühne gehen wird, könnte er ja wieder den Villach-Dress in der ICE-Liga tragen. Ähnlich Hoffnungen betreffen auch Michael Grabner. Villach bestritt letzten Sonntag das Testspiel gegen Jesenice, das 6:3 gewonnen wurde, vor knapp 1000 Zuschauern, die Masken trugen. Ob wirklich wie geplant am 25. September wieder um Punkte gekämpft werden kann, steht wieder verstärkt in den Sternen. Da Ungarn seine Grenzen für Ausländer dicht gemacht hat. Man kann davon ausgehen, dass für Eishockeymannschaften aus Österreich, Italien und der Slowakei keine Ausnahme gemacht wird.

Nach dem Ende des Transferstopps in der Liga rollte wieder die Legionärswelle. Insgesamt 54 stehen unter Vertrag. 30 neue engagierten Red Bull Salzburg, die Vienna Capitals, der KAC, Villach, die Linzer Black Wings, die Graz 99ers, die Innsbrucker Haie und Dornbirn in den letzten 18 Tagen. Die meisten kommen aus Nordamerika. Neun Ausländer nahm Innsbruck unter Vertrag, nur einen weniger der neue Linz-Sportchef Gregor Baumgartner. Darunter den 39 jährigen (!) Finnen Juha Hytönen. Wohltuend hielten sich der KAC und die Vienna Capitals zurück. Beide beschränken sich auf vier Legionäre, wobei der KAC entgegen den Ankündigen doch einen ausländischen Tormann holte.

Die Begründung:  David Madlener behindern Problemen an den Adduktoren, es könnte ein Ausfall von ihm drohen. Daher kam der aus seiner Graz-Zeit gut bekannte 33 jährige Däne Sebastian Dahm (Bild oben), der zuletzt in Deutschland bei den Berliner Eisbären eien gute Saison spielte. Da der amerikanische Verteidiger David Fischer nach einer Knieoperation mindestens drei Monate fehlen wird, sicherte sich der KAC den slowenischen Teamverteidiger Blaz Gregorc mittels Tryout-Vertrag. Die Vienna Capitals sind der einzige Klub, der ohne einen Legionär im Tor in die Saison geht. Bernhard Starkbaum ist anders als vor einem Jahr die Nummer eins. Abwarten, wie lange das so bleibt. Boss Hans Schmid vollzog aus welchen Gründen auch immer einen Kurswechsel, setzt mehr denn je auf österreichische Spieler. Zu dem Mut gratulierte ihm aus Graz via Telefon Hans Dobida, der ehemalige Präsident des Verbands.

Apropos Verband: Da geht das „Nachspiel“ um die Wahl von Klaus Hartmann zum Präsidenten weiter. Das Schiedsgericht des ehemaligen Präsidiums unter Klaus Ainedter stellte fest, dass die Wahlanträge aus Kärnten und Niederösterreich für Hartmann rechtsunwirksam und nichtig waren. Demnach könne auch das von Hartmann eingesetzte neue Schiedsgericht nicht im Amt sein. Daher wird eine Neuwahl im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung empfohlen. Die Landesverbände aus Oberösterreich und Vorarlberg sowie die sechs Klubs, die Hartmanns Wahl anfochten (Dornbirn, Feldkirch, Bregenzerwald, Lustenau, Kitzbühel und Zeltweg) forderten Dienstag den Neo-Präsidenten auf, der Empfehlung nachzukommen.

Wer Hartmanns selbstbewussten oder selbstherrrlichen Auftritt bei seiner ersten Pressekonferenz erlebte, kann sich nicht vorstellen, dass er auch nur einen Gedanken daran verschwenden wird. Daher wird der Streit wohl erwartungsgemäß vor einem ordentlichen Gericht entschieden werden.

Foto: ICE League.

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