Sieben Neue bei der Wiener Austria im Vergleich zu Donnerstag, einer weniger bei Red Bull Salzburg, Pause für Haris Tabakovic, den Dreifachtorschützen gegen Pafos: Dennoch gelangen Austria und Salzburg wichtige Auswärtssiege. Für Austria brachten beim 2:0 (1:0) im Kellerduell in Hartberg die ersten erzielten Tore zugleich die ersten drei Punkte in dieser Saison. Hartberg verlor hingegen erstmals drei Partien hintereinander, ohne ein Tor zu erzielen: „Weil wir zu naiv sind“, glaubte Trainer Markus Schopp. Hartberg hatte die ersten Möglichkeiten, doch es traf die Austria. Durch ihren jüngsten: Der 18-jährige Daniel Nnodim, erstmals in der Bundesliga unter den ersten elf, erzielte sein erstes Tor. Er traf nach Zuspiel des Südkoreaners Teaeok-Lee aus 17 Metern präzise. Nnodim spielte rechts in der Rolle von Reinhold Ranftl, der wegen der Sperre von Aleksandar Dragovic im Abwehrzentrum zum Einsatz kam. Ranftl war nach dem Tor der erste Gratulant bei Nnodim (Bild), der in den ersten zwei Runden als Joker 22 Minuten spielte. In Hartberg waren es 75. Auch Austrias zweiter Treffer bedeutete eine Premiere: für den Deutschen Julian Hettwer, der nach einem Ideallpass des nach einer Stunde eingewechselten Kapitäns Manfred Fischer Tormann Armin Pesci überhob. Das machte er besser als drei Tage zuvor bei der vergebenen Chance zur Führung gegen Beitar Jerusalem. Wichtig mit Blickpunkt Play-off im Felsenstadion von Braga am Donnerstag: Der mit Fischer und Vasilje Markovic eingewechselte Johannes Eggestein bestand den „Fitness-Test“. Trainer Stephan Helm meinte, die Austria müsse ständig unter verschiedenen Konstellationen agieren, diesmal sei es gelungen, das Beste daraus zu machen.
Vor 3772 Zuschauern am Innsbrucker Tivoli bedeutete bei Salzburgs 3:0 (2:0) ein Doppelschlag innerhalb von 65 Sekunden die frühe Vorentscheidung bis zur 17. Minute: Zunächst traf Karim Konate nach Pass von Frans Kreatzig unter die Latte, dann brachte Kraetzig selbst von Vorarbeit von Damir Redzic den Ball irgendwie über die Linie. Tirol hätte bis zur Pause den Rückstand aufholen können: Doch Kapitän Lukas Hinterseer traf allein vor Tormann Christian Zawieschitzky nur die Stange, dann scheiterte Michael Olakigbe am überzeugenden 19-jährigen Torhüter, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sowohl einen schwach geschossenen Elfmeter von Hinterseer als auch den Nachschuss von Debütant Marc Striednig hielt. Nach der Pause verwaltete Salzburg im Regen den Vorsprung sicher, Sota Kitano bezwang Tirols starken Tormann Salko Hamzic noch einmal. Da bei Salzburg auch Nikolas Veratschnig auf der Bank begann, war Ex-Austrianer Abubakr Barry in seinem sechsten Einsatz bei Salzburg erstmals Kapitän.
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