Fußball

Der neue Derbyheld von Sturm kommt aus der Schweiz: Ajeti

„Was zählt, ist der Aufstieg!“ Den Satz, den Dienstag Zoran Barisic, Peter Pacult, Christian Heinle und Didi Kühbauer nach dem Aufstieg von Rapid. Austria Klagenfurt, Ried und LASK ins Viertelfinale des Uniqa-Cups, das Sonntag in ORF 1 im Rahmen des „Sport am Sonntag“ ausgelost und zwischen 3. und 5. Februar 2023 ausgetragen wird. sagten, hörte man einen Tag später auch von ihrem Kollegen Christian Ilzer (Bild oben) nach dem mühsamen 1:0 (0:0) von Sturm im Grazer Derby gegen den Zweitligisten GAK, das mit so endete, wie das letzte davor 2007, aber vor 15.400 Zuschauern wenig Mitreißendes bot. Vor 15 Jahren entschied ein Treffer von Mario Haas das Derby für die „Blackies“, Sturm, Mittwoch einer des Schweizer Albian Ajeti. Sturm kam mit der Defensivtaktik des GAK schwer zurecht, im Finish versuchte der Außenseiter Druck zu machen. Ein Freistoß von Michael Liendl bedeutete nach 93 von 97 Minuten die größte Gefahr fär Sturms Tormann Jörg Siebenhandl.

Ilzer stellte gegenüber dem  3:2 gegen Wolfsberg am Sonntag drei Tage vor dem Liga-Spitzenduell in Salzburg auf sechs Positionen um. Kapitän Jon Gorenc-Stankovic, der Slowene Tomi Horvat und der Däne William Böving begannen auf der Bank, hinein rotierten unter anderem Alexander Prass, Ivan Ljubic und Jakob Jantscher. Von Ljubic kam nach 65 Minuten der Pass zu Ajeti, der das Match entschied. Ajeti überhob GAK-Tormann Christoph Nicht. Auch sein Treffer bewies das gute Händchen von Sportchef Andreas Schicker bei seinen Augst-Einkäufen: Sowohl Böving als auch Ajeti erzielten bisher je drei wichtige Tore. Böving war der Held mit seinem Doppelpack gegen Lazio im Stadio Olimpico von Rom Ajeti der im Derby. Der Schweizer benötigte für seine drei Treffer neun Spiele, Böving drei mehr. Eine Unsitte bei den Fans sorgte auch im Derby für Ärger: Das Spielfeld wurde durch Pyrotechnik eingenebelt. Passierte schon bei Rapid, bei der Austria, letzten Samstag in Ried, Mittwoch in Graz. Das Duell begann deshalb mit achtminütiger Verspätung, Schiedsrichter Alexander Harkam unterbrach auch in der zweiten Hälfte für fünf Minuten.

Problemloser als Sturm schaffte Wolfsberg den Aufstieg unter die letzten acht mit dem 3:1 (1:0) bei Zweitligist Blau Weiß Linz. Die Entscheidung fiel kurz nach der Pause durch Tore von Tai Baribo und Maurice Malone innerhalb von einer Minute zum 2:0 und 3:0. Für Titelverteidiger  Red Bull Salzburg war der Aufstieg nur ein Spaziergang. Gegen Admira fiel in der Südstadt schon nach 68 Sekunden durch einen Freistoß von Kapitän Max Wöber das Führungstor, am Ende hieß es 6:1 (4:0). Den Spruch des Achtelfinales lieferte zweifelsohne Dienstagabend Didi Kühbauer nach dem erzitterten 2:1 des LASK beim Floridsdorfer AC, als er den späten Zeitpunkt des Siegestors von Thomas Goiginger, die 89. Minute, als geradezu ideal bezeichnete: „Weil dem FAC kaum noch Zeit blieb, zu reagieren!“ So kann man es auch sehen.

Der achte Viertelfinalist wird Donnerstagabend beim Wiener Derby zwischen dem Sport-Club und der Austria, in Dornbach ermittelt. Trainer Manfred Schmid erwartet einen tollen Cup-Abend für beide Vereine. Die Austria kassierte in den ersten zwei Runden kein Tor, nahm diese Hürde vor zwei Saisonen in der zweiten Runde, gewann 3:1. Von den damals eingesetzten 16 Spielern sind zwei Jahre später nur Aleksandar Jukic und Georg Teigl dabei.

Foto: Gepa/Admiral.

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