Fußball

Goldköpfchen Gregoritsch als Freiburg-Retter

Die Überraschungen im Cup, die in Österreich ausblieben, gab es in Deutschland durch das Spitzenduo der zweiten Liga.  Dienstagabend eliminierte mit Darmstadt der Tabellenführer der Borussia Mönchengladbach mit 2:1 (1:0), einen Tag später schaltete Paderborn Werder Bremen nach einem 2:2 mit 5:4 im Elferschießen aus. Bei den Verlieren spielte mit Romano Schmid nur ein Österreicher. Nach 64 Minuten kam für ihn der Brasilianer Leonardo Bittencourt, erzielte das Anschlusstor, gab später den Assist zum Ausgleich, vergab aber am Ende den entscheidenden Elfmeter. Ein Drama mit insgesamt 16 Elfmetern gab es beim Duell der Zweitligisten Sandhausen und Karlsruhe. Zur Pause führte Sandhausen 2:0, bei Karlsruhe kam zur zweiten Hälfte Ex-Rapidler Kelvin Arase. Holte den Elfmeter zum 2:1 heraus, bereitete den Ausgleich vor. Es ging in die Verlöngerung, in der Arase nach 111 Minuten wieder ausgewechselt wurde. Das Elferschießen gewann Sandhausen 8:7, einen der acht verwandelte der nach 119 Minuten dafür eingewechselte Ex-Rapidler Marcel Ritzmaier.

Bayern München gewann in Augsburg, wo es vor drei Wochen in der Bundesliga ein blamables 0:1 gab, 5:2 (1:1). Wobei der neue „entdeckte“ Mittelstürmer Eric Choupo-Moting als echter Neuner zum Matchwinner avancierte. Ausgleich zum 1:1 erzielt, Assist zum Führungstor von Joshua Kimmich, danach wieder selbst zum 3:1 getroffen.  Damit steht Bayern erstmals seit drei Saisons wieder im Achtelfinale. Bei Augsburg kam Julian Baumgartlinger nach 67 Minuten, als es 2:3 stand. Bei Bayern ersetzte Marcel Sabitzer Choupo-Moting nach 85 Minuten, kam noch zu einer Chance, die er nicht nützte. Union Berlin, in der Bundesliga sensationell Tabellenführer, kam gegen Zweitligist Heidenheim mit 2:0 (1:0) weiter. Kapitän Christopher Trimmel erhielt eine Pause.

Der österreichische Held der zweiten Pokalrunde heißt Michael Gregoritsch nach seinem achten Saisontor für Freiburg. Vier in der Bundesliga, drei in der Europa League, eines im Pokal. Gegen St. Pauli, den Zwölften der zweiten Liga, begannen er und Landsmann Philipp Lienhart auf der Bank. Trainer Christian Streich versuchte es nach dem 0:5 bei Bayern am Sonntag mit fünf Umstellungen. Zur Pause führte der Hamburger Kultklub 1:0, Streiche wechselte vier Mann aus, hinein kamen auch Lienhart und Gregoritsch. Der Ausgleich fiel erst in der dritten Minute der Nachspielzeit durch Innenverteidiger Matthias Ginter per Kopf. Daher Verlängerung. Nach 119 Minuten brachte Gregoritsch 33.000 Fans zum Rasen: Kopftor zum Aufstieg nach Eckball von Italiens Teamspieler Vicenzo Grifo. Der ablösefreie Gregoritsch war ein Goldgriff für Freiburg, umgekehrt führte der Wechsel in den Schwarzwald für ihn zu seinem bisherigen Karrierehoch. Jetzt ist das „Goldköpfchen“ aus Graz auch Freiburgs umjubelter Pokalheld.

Auch in Englands Premier League konnte ein Grazer jubeln. Ralph Hasenhüttl feierte mit Southampton im Südküsten-Duell gegen Bournemouth mit 1:0 (1:0) einen wichtigen Auswärtssieg. Das dritte Match in elf Runden, das Southampton gewann, damit den Abstiegsplatz verließ. Womit die Diskussionen um das baldige Ende des Trainers keine neue Nahrung erhielten. Sonntag empfangen die „Saints“ im ausverkauften St. Marys Tabellenführer Arsenal.

Foto: SC Freiburg.

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