Fußball

Der Rückstand auf die Schallmauer der Liga stieg im Frühjahr um 72 Zuschauer pro Spiel

Letzten Freitag veröffentlichte die Bundesliga die Zuschauerbilanz der ersten Saison nach der Reform. 165 Minuten vor dem Anpfiff zu Österreichs 1:0 gegen Slowenien. Natürlich blieb die medial im Schatten des ersten Siegs in der  EM-Qualifikation. Wenn die schwache Resonanz beabsichtigt war, weil der Besuch der insgesamt 195 Spiele in der Zwölferliga eigentlich gegen die Meinung von Ligavorstand Christian Ebenbauer spricht, wonach Spannung pur und Unterhaltungswert für einen Trend in die richtige Richtung sorgten, dann ist es gelungen. Es kamen 1,258.900 Zuschauer in die Stadien, Das bedeutet einen Schnitt von 6456 pro Spiel. Eine Steigerung von 1,1 Prozent. Das von Ebenbauer vor Jahren ausgegebene Ziel, die Schallmauer von 10.000 Zuschauern im Schnitt pro Match, blieb weiterhin entfernt. Nach den 22 Runden im Grunddurchgang fehlten 3462 pro Spiel darauf, nach der kompletten Saison, also 32 Runden plus drei Play-off-Spielen 3544. Das bedeutet: Pro Match in Meister-und Qualifikationsgruppe samt Play-off stieg der Rückstand um 72 Zuschauer.

Die Liga versuchte mit den Zahlen der Zwölferliga eine Zehnerliga zu „simulieren“. Nahm einfach St.Pölten als letzten der vergangenen Saison und Hartberg ls zweiten Aufsteiger weg. Dann hätte es einen Schnitt von 6931 gegeben, eine Steigerung von 8,5 Prozent. Aber das sind Spielereien. Den Trend in die richtige Richtung begründete Ebenbauer mit den Zuwachsraten bei neun der zwölf Klubs, davon sechs im zweistelligen Bereich , eine im dreistelligen. Nämlich bei  Hartberg. Ein Schnitt von 3151 Zuschauern bedeutete 183,6 Prozent mehr als in der zweiten Liga. Auf Platz zwei der Steigerungstabelle folgt die Austria dank der neuen Generali-Arena mit 47,0 Prozent (Schnitt 9998) vor St. Pölten (31,3%/3514), Wolfsberg (28%/3647), Meister Red Bull Salzburg (24,1%/9450) und der Admira. Der Schnitt von 2688 Fans bei den Heimspielen in der Südstadt ist zwar der schlechteste der zwölf Klubs, bedeuten aber trotzdem 16,8 Prozent mehr als 2017/18 beim Höhenflug auf Platz fünf. Nur einstellige Steigerungen hatten Sturm Graz (8,5%/11.125) und Vizemeister LASK (5,7%/5.197).

Die drei Klubs mit einem Minus sind Altach (-3,6%/4133), Mattersburg (-16,5%/2801) und Rapid. Gesamt 289.815 Zuschauer und der Schnitt von 16.101 sind zwar mit Abstand der Topwert der Liga, aber zugleich ein Rückgang um 14,3 Prozent. Volle Tribünen im Allianz-Stadion wie im Herbst beim Wiener Derby (Bild oben) oder im ersten Heimspiel dieses Jahres beim 2:0 gegen Salzburg gab es danach nicht mehr. Nicht in die Meistergruppe zu kommen, kostete im Schnitt fast 5000 Besucher pro Heimspiel. Rapid sorgt auch für die zwiespältige Bilanz der letzten 10 Runden: In der Meistergruppe blieb der Schnitt mit 7300 unter den Erwartungen. Fünf Rapid-Heimspiele mit mehr als 10.000 Besuchern hätten den besser aussehen lassen. Andererseits sorgten die fünf grün-weißen Spiele in Hütteldorf mit 13.550 Zuschauern als schwächste Kulisse für einen passablen Schnitt der Qualifikationsgruppe. Ohne Rapid wäre der nie auf 5054 gekommen, sondern weit darunter gelegen. Den besten Schnitt in diesem Jahr wiesen die drei Play-off-Spiele um den letzten Europa League-Platz, Rapid-Mattersburg und zweimal Rapid-Sturm Graz, auf: 11.798!

Der Anteil der österreichischen Spieler blieb in der Zwölferliga mit 73 Prozent etwa gleich wie in der Zehnerliga. Durch gesamt 15 Spiele mehr stieg die absolute Einsatzzeit sogar auf 19 395 Minuten, das bedeutet ein Plus von 7,4 Prozent. Den größten Österreicher-Anteil gab es bei Altach (83,1 %) vor Mattersburg (82,8) und Hartberg (78,7), den geringsten wie immer bei Salzburg (42,2). Das größte Vertrauen in Österreicher unter 22 Jahren hatten die Admira mit immerhin 23,4 Prozent.

 

Foto: Österreichische Fußball-Bundesliga Geschäftsbericht 2017∕18.

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