Eishockey

Detroit Red Wings als heißer Tipp: Auftakt zu den Rossi-Tagen

Seit 28. September steht Tampa Bay Lightning  zum zweiten Mal in der Klubgeschichte als Stanley Cup-Sieger fest. Eine Woche später beginnt Dienstag der erste virtuelle Draft der 31 NHL-Klubs um die größten Talente mit der ersten Runde. Mittwoch folgen die Runden zwei bis sieben. Für Österreich werden beide Tage interessant: Wegen Marco Rossi (Bild oben) der Dienstag, wegen Thimo Nickl, Benjamin Baumgartner und dem eingebürgerten Belgier Seena Peeters, der derzeit gemeinsam mit Nickl in Schweden bei den Junioren von Rögle spielt, der Mittwoch. Sonntag Abend beginnen im ORF sozusagen die Rossi-Tage mit einem Porträt von ihm im „Sport am Sonntag“.  Wenn´s nicht´´s mehr dazwischen kommt, beginnt Dienstag eine Viertelstunde vor Mitternacht auf ORF Sport + die Live-Übertragung vom Draft. Den Rossi in Vorarlberg gemeinsam mit seinen Eltern, zwei Schwestern und den Beratern Peter Kaspar und Patrick Pilloni bei einer „kleinen“ Gala im Russmedia-Haus in Schwarzach live verfolgen, danach sein „Schicksal“ kommentieren wird.

Das laut NHL-Homepage Detroit Red Wings heißen wird. Wie es dazu kommen soll? Die New York Rangers, die das Erstrecht haben, sichern sich die Nummer eins der Draft-Rangliste, Alexis Lafreniere.  Dann kommen die Los Angeles Kings dran, die zwischen dem kanadischen Center Quinton Byfield und dem deutschen Flügel Tim Stuetzle, der bei Mannheim spielt, überlegen. Die Ottawa Senators werden danach den  Stürmer wählen, der bei Los Angeles nicht zum Zug kommt. Dann sind die Red Wings mit ihrem General Manager Steve Yzerman an der Reihe und werden Rossi, die Nummer sechs der Rangliste, wählen.  Die Gründe, die dafür aufgezählt werden, sind eine einzige Lobeshymne für Rossi, in dem fast eine Kopie des Kapitäns der Philadelphia Flyers, Claude Giroux, gesehen wird: Der Vorarlberger gewinne „puck battles“, was heißt, er könne sich auch in Zweikämpfen an der Bande durchsetzen, habe in der letzten Saison 58,5 Prozent seiner Bullys gewonnen, verfüge über Spielmacherqualitäten und sehr gute Hände. Beim elffachen Stanley Cup-Sieger Detroit Red Wings spielte schon ein Österreicher: Thomas Vanek in den Saisonen 2016/17 und 2018/19, ehe er nach 1098 NHL-Spielen seine Karriere beendete. In Vanek sieht nicht nur Rossi Österreichs besten Eishockeyspieler aller Zeiten, dem er nacheifern und sogar übertreffen will. Ein großes Ziel.

Wenn Rossis neuer Klub nichts dagegen hat, dann könnte er auch Österreichs U 20 bei der A-WM in Red Deer, der drittgrößten Stadt der kanadischen Provinz Alberta, 150 Kilometer von Edmonton entfernt, von 26. Dezember bis 5. Jänner verstärken. Die für Österreich organisatorische Probleme mit sich bringen wird: Die Organisatoren von „Hockey Canada“ verlangen, dass die Mannschaften bereits Mitte Dezember vor Ort sind und dort gemäß den kanadischen Hygienebestimmungen in die „Blase“ gehen. Wie die NHL-Teams in den Play-off-Monaten. Österreich trifft in seiner Gruppe auf Russland, Schweden die USA und Tschechien, müsste am 13. Dezember nach Kanada fliegen. Da läuft die ICE-Liga. Mehr als zehn Spieler der U 20 kommen von österreichischen Klubs. Ob die neue Verbandsführung ein Agreement mit der Liga schaffen wird? Die Relegationsspiele der Gruppenletzten um den Klassenerhalt wurden ausgesetzt, damit kann Österreichs U 20  nicht absteigen, bleibt auf jeden Fall erstklassig.

In der ICE League zeichnen sich die befürchteten Probleme in Zusammenhang mit Corona ab. Die ersten zwei Spiele von Bozen mussten wegen positiver Tests verschoben werden, Neuling Bratislava Capitals darf wegen der wieder in Kraft gesetzten Notstandsverordnung in der Slowakei keine Heimspiele in der Ondrej Nepela-Halle austragen. Die werden möglicherweise nach Wien verlegt. Die Vienna-Capitals gewannen ihre ersten zwei Spiele mit „nur“ sechs Legionären. Auf das 9:2 in Bratislava folgte ein 6:3 gegen die Linzer Black Wings im ersten Heimspiel. In beiden Partien zusammen kam der neue kanadische Stürmer Colin Campbell, der aus der American Hockey League von den Colorado Eagles nach Wien wechselte, auf fünf Tore und drei Assists. Trainer Dave Cameron erkannte eine gute Energie in der umgebauten verjüngten Mannschaft.

 

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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