Fußball

Die Austria und ihr negatives Eigenkapital: „Nur“ noch 35 Millionen

Samstag braucht die Austria einen Heimsieg gegen WSG Tirol, um den Platz unter den ersten sechs abzusichern. Trainer Stephan Helm wird in dieser Saison den 23 jährigen australischen Stürmer Noah Botic, der im Training einen Knöchel erlitt, auch wegen Bänderrissen operiert werden muss, nicht mehr einsetzen können. Mittwochabend gab es in den VIP-Räumlichkeiten der Generali Arena die Generalversammlung, auf der Kurt Gollowitzer bei der Wiederwahl als Präsident 92,6 Prozent der Stimmen erhielt. Zudem ging es vor allem um den Bereich Finanzen, da die Bundesliga am Montag die Geschäftszahlen der Klubs veröffentlichen wird. Bei der Austria wird das heißen: Eine Schockzahl von 75 Millionen Euro Fremdkapital, sprich Schulden. Laut Finanzvorstand Harald Zagiczek betragen die inzwischen „nur“ noch 35 Millionen. Der Grund für die Reduzierung:  Der Stadionverkauf wird erst im neuen Geschäftsjahr wirksam. Ebenso die Einnahmen aus den Verkäufen von Dominik Fitz und Maurice Malone – vier Millionen. Der Jahresabschluss der Saison 2024/25 weist noch ein Defizit von 7,7 Millionen aus.

Zagiczek kündigte selbstbewusst an, dass die Austria das neue A-Lizenzkritierum, wonach das negative Eigenkapital  jährlich um zehn Prozent reduziert werden muss, also von 1. Jänner 2025 bis zum Jahresende, erfüllen wird: „Wir verzeichnen wirtschaftlich ein sehr starkes zweites Halbjahr und haben alle notwendigen Maßnahmen gesetzt!“ In den letzten zwei Jahren konnten demnach 55 Millionen Verbindlichkeiten abgebaut werden. Die von ihm in Auftrag gegebene neue sportliche Ausrichtung nannte Zagiczek wirtschaftlich notwendig, um 2025/25 ein positives Jahresergebnis zu erzielen: „Wir brauchen regelmäßige Transfereinnahmen. Die waren in den letzten Jahren deutlich zu gering.“ Nur durch den Strategiewechsel bestehe die Wahrscheinlichket auf höhere Transfereinnahmen.

Sportvorstand hat die Austria seit dem Rücktritt von Jürgen Werner nach der vierten Runde am 25. August keinen. Als neuen Sportchef setzten Gollowitzer und Zagiczek Michael Wagner statt Manuel Ortlechner ein. Gegen den Willen der Investorengruppe WTF um Werner, wie ein an die Öffentlichkeit gelangter Brief zeigt, in Abstimmung mit den anderen Investoren von „Viola Invest“, die sich gerne als Ur-Austrianer bezeichnen. Für die Wagner ein Ur-Austrianer ist. Der klang auf der Generalversammlung allerdings nicht so optimistisch wie Zagiczek, sprach von einem langfristigen Plan, der nicht von heute auf morgen greifen wird.

Foto: FK Austria.

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