Fußball

Die bisher schlimmste Blamage für Erfolgstrainer Glasner

Bisher stand Oliver Glasner in seiner Trainerkarriere in Österreich, der deutschen Bundesliga und in England für Erfolg. Aber seit Samstag muss er auch mit einer Blamage leben. Der schlimmsten, die er bisher mitmachen musste. Denn Crystal Palace scheiterte in der dritten Runde des FA-Cups als erster Titelverteidiger nach 117 Jahren an einem „Non League-Klub“, wie in England Vereine, die in keiner Profiliga spielen, genannt werden. In der 52.000 Einwohner-Stadt Macclesfield, 26 Kilometer südlich von Manchester, verlor Crystal Palace vor 5 348 Zuschauern im Moss Rose-Stadium 1:2 (0:0), erziele das Tor erst in der 90. Minute. Macclesfield aus der sechsten Liga rangiert 117 Tabellenplätze hinter dem blamierten Cupsieger, erzielte beide Treffer nach Standardsituationen. Seit Wochen kassiert Crystal Palace regelmäßig Tore nach Standards, weshalb Glasner schon vor der schlimmen Pleite reagierte: Der bisher für die Standards zuständige Assistent Ronald Brunmayr bekam neue Aufgaben. Trainer des Sensationssiegers ist John Rooney, der jüngere Bruder der englischen Legende.

Mittwoch schaffte Crystal Palace in der Premier League ein respektables 0:0 gegen den Dritten Aston Villa. Glasner änderte die Mannschaft an sechs Positionen, Torjäger Jean Philippe Mateta durfte in London bleiben und sich „ausruhen“, sprich das angeschlagene Knie schonen. Der 16 jährige Joel Blakes Thomas gehörte zur Startelf, wurde zur Pause bei 0:1 ausgetauscht. Zur zweien Hälfte brachte Glasner mit Verteidiger Tyrick Mitchell und Will Hughes im Mittelfeld zwei Stammspieler, dazu Rekordeinkauf Brennan Johnson. Auch das half nichts. Crystal Palace  spielte keine Chancen heraus: „Es gibt keine Erklärung und Entschuldigung für diese schlimme Leistung“, machte Glasner aus seinem Ärger keinen Fehl, „für solche Spiele braucht man keinen Trainer und Taktik. Das liegt an Einstellung und Qualität!“ Crystal Palace ist seit dem 2:1 gegen Fulham am 7. Dezember schon neun Spiele ohne Sieg, schied dadurch aus zwei Bewerben (League Cup und FA-Cup) aus, fiel in der Premier League vom vierten auf den 13. Platz zurück, schaffte noch nicht den Aufstieg ins Achtelfinale der Conference League.  Weiter geht es nächsten Samstag in der Premier League beim Aufsteiger Sunderland.

Foto: Crystal Palace.

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