Fußball

Die Chancen beim elften Salzburger Anlauf sind so groß wie nie zuvor

Ja, wir wollen! Zur Bekräftigung wiederholte Red Bull Salzburgs Trainer Marco Rose diese drei Worte am Montag Abend im „Talk und Tore“ bei Sky. Auch nicht all täglich, dass er sich noch zwei Tage vor einem so wichtigen Match wie dem Auftakt zum elften Anlauf in Richtung Champions League gegen Mazedoniens Meister KF Shkendija 79 ins Auto setzte, rund 600 Kilometer von Salzburg nach Hütteldorf und retour ins Sky-Studio fuhr. Dienstag Mittag wartete auf den Leipziger in Salzburg schon der nächste Medientermin.

Ja wir wollen, bedeutet: Alles ist fokussiert, erstmals die Königsklasse zu  schaffen. Rose versucht´s zum zweiten Mal. Letztes Jahr scheiterte es im Play-off am Fehler des türkischen Referees, der in Rijeka ein korrektes Tor von Salzburg annullierte. Österreichs Meister hielt sich dafür in der Europa League schadlos, feierte mit dem Vorstoß unter die letzten vier den international größten Erfolg der Red Bull-Ära. Wer vor drei Monaten im Semifinale spielte, der kann sicher Skhendija eliminieren, auch im Play-off über Roter Stern Belgrad oder Spartak Trnava hinwegkommen. Nach dem ersten Duell sieht es besser für den slowakischen Meister aus, der in Belgrad überraschend ein 1:1 (1:1) holte. Das ist keine Überheblichkeit, sondern realistisch. So groß waren Salzburgs Chancen auf die Champions League noch nie. Zumal die Erfolgstruppe bis auf Valon Berisha und Duje Caleta-Car erhalten blieb, für Berisha mit Zlatko Junuzovic ein erfahrener Ersatz kam. Für den die Champions League Neuland wäre. Bedeutete einen sportlichen Anreiz für ihn, Ja zu Salzburg zu sagen. Im Abwehrzentrum spielt statt Caleta-Car sein kroatischer Landsmann Marin Pongracic.

Die in Italien kolportierten Meldungen vom bevorstehenden Transfer von Diadie Samassekou zu AS Roma sind in Salzburg kein großes Thema. Zumal Sportchef Christoph Freund klar stellte, dass nicht daran gedacht werde, auf den Mittelfeldmotor aus Mali zu verzichten. Dass man es in solchen Fällen nicht bei Worten bewenden läßt, bekam zu seinem Ärger Stefan Lainer beim Angebot von Italiens Vizemeister Napoli zu spüren. Wenn ein Trainerstar wie Carlo Ancelotti einen Österreicher anruft, dann ist das schon etwas besonders. Dann fällt es schwer, zu verstehen, diese Riesenchance nicht wahrnehmen zu dürfen: „Ich werde ihn voll unterstützen, dass er sich zum nächstmöglichen Zeitpunkt seinen Traum erfüllen kann“ versprach Rose, präzisierte das auch: „Sollte er in ein Leistungsloch fallen, weil ihm das Thema noch im Kopf herumspukt. dann werde ich voll hinter ihm stehen und ihm den Rücken stärken“. Aber Rose glaubt, dass dies gar nicht notwendig sein wird. Lainer ist nach einer Sommergrippe für Mittwoch ein Fragezeichen, auf seiner Position machte in Mattersburg Enock Mwepu, die 20jährige Sambia-Hoffnung, keine schlechte Figur. Auch der Einsatz von Tormann Alex Walke wackelt wegen einer lädierten Hüfte. So könnte Cican Stankovic nicht nur in der Bundesliga, sondern auch international zum Zug kommen. Ersetzt werden muss Amadou Haidara: Nach Gelb-Rot beim Ausscheiden gegen Olympique Marseille ist er gesperrt.

Rose gab Montag Abend zu, dass er nach der letzten Saison konkrete Anfragen bekam, sich damit auch beschäftigte, aber alle Wechselgedanken fallen ließ, als ihm Freund und Geschäftsführer Stephan Reiter klar zu verstehen gaben, ihn nicht ziehen zu lassen. Es folgten zwei gute Gespräche und er verlängerte bis 2020: „Ich trainiere gerne diese Mannschaft.“ Zumal die Kommunikation mit den Spielern passt: „Es gibt keine Versprechungen. Es geht darum gemeinsam einen guten Weg zu finden, um uns weiter zu entwickeln.“ So kam es zur neuen Rolle von Reinhold Yabo im Sturm.

Was die Zukunft bringt, beschäftigt Rose nicht: „Es macht im Fußball Sinn, sich vor allem mit dem hier und jetzt zu beschäftigen.“ Und das bedeutet für ihn: Shkendija muss Qualitäten haben, wenn die Mannschaft mit 35 Punkten Vorsrpung auf den Zweiten Vardar Skopje Meister wurde, in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Sheriff Tiraspol kein Verlusttor kassierte, mit dem brasilianischen Stürmer Stenio Junior nur einen Legionär in der Startelf hat. „Wir brauchen eine Topleistung, um uns eine gute Ausgangsposition für das zweite Spiel zu schaffen. Was in den letzten zehn Jahen war, hat uns nicht zu interessieren.“ Der  Optimismus im Umfeld ist jedenfalls groß. Das zeigen auch die Quoten bei tipp 3: Die auf ein 3:0 sind mit 6,00 niedriger als auf ein 1:0 (7,50)! Ein gutes Omen: Wie beim Höhenflug in der Europa League überträgt Puls 4 das Spiel. Für das  Play-off vergibt bereits die UEFA die TV-Rechte.

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