Eishockey

Die erste Saison ohne Meister und ihre Folgen

Vormittags um zehn Uhr am Dienstag kürte  der Eishockeyverband am Dienstag den 19 jährigen Davos-Legionär Benjamin Baumgartner zu Österreichs Spieler des Jahres 2019. Der bei der U 20-WM in Minsk zum besten Spieler gewählte Center  ist damit der  jüngste seit einigen Jahren. Ein positives Signal. Sechs Stunden später meldete sich die Erste Bank Liga mit ihrer Reaktion auf die von der Regierung verordneten Einschränkungen in Sachen Corona-Virus. Verbot für Veranstaltungen in der Halle mit mehr als 100 Zuschauern.  Daher Absagen der für Dienstag Abend angesetzten drei Viertelfinalspiele im Play-off. Eine Stunde und 13 Minuten später kam es noch drastischer: Abbruch der ganzen Saison, damit zum ersten Mal kein Meister. Nicht einmal 60 Minuten später zog die deutsche Eishockeyliga nach. Auch beim großen Nachbarn Abbruch im Play-off und ein Meister.

In Österreich kam damit Titelverteidiger KAC um das  drohende Saison-Aus mit er vierten Play.off-Niederlage gegen die Linzer Black Wings noch herum. Aber darum ging es wirklich nicht. Christian Feichtinger, der Geschäftsführer,der Erste Bank Liga, sah nach Rücksprache mit den Klubs kein Option darin, die Saison vor leeren Rängen weiter zu spielen. Weil Eishockey von Emotionen in vollen Hallen lebt. Und man habe sich in aller Konsequenz zu einem Beitrag verpflichtet gefühlt, der es ermöglichen soll, bald wieder zur Normalität zurückzukehren. Bei der Liga selbst wird das nicht einfach sein: Für die Saison eins nach dem Abbruch fehlen derzeit sowohl ein Sponsor als auch ein TV-Partner. Die Klubs können durch den Abbruch ohne weitere Einnahmen ihre Kosten reduzieren: Sie müssen keine Erfolgsprämien auszahlen, sie können die Legionäre, egal ob Trainer oder Spieler, früher heimschicken. Das mag mit ein Beweggrund für den Abbruch gewesen sein. Unter der Devise lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die Saison wird nicht nur wegen des Abbruchs der Meisterschaft in Erinnerung bleiben. Sondern auch wegen eines Spiels, in dem es nur österreichische Torschützen gab. Eine absolute Rarität. Passiert letzten Sonntag beim 4:0 von Red Bull Salzburg gegen Villach durch Florian Baltram, Mario Huber, Peter Hochkofler und Michael Schiechl. Mit dem Aus der Meisterschaft steigen aber die Fragezeichen für den Verband wegen der Nationalmannschaft. Noch muss man davon ausgehen, dass die B-WM vom 27.April bis 3. Mai in Laibach, bei der  Österreich den Aufstieg als Ziel hat,  stattfinden wird. Auch wenn Rene Fasel, der internationale Verbandschef, schon eine Absage der A-WM in Zürich den Vorrang gegenüber Geisterspielen ohne Zuschauer gab. Wie Österreichs Liga. Dennoch muss sich Teamchef Roger Bader als Konsequenz ein neues, intensiveres  Programm für seine Teamkandidaten überlegen. Über sechs Wochen, wenn es bei der  WM in Laibach bleibt.

Foto: EBEL.

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