Fußball

Die Rufe nach Jimmy: Darf Rapid Hoffer nach acht Jahren zurück holen?

Keine Leihgebühr, Kaufoption für eine Million Euro, Rapid aber weiter mit 20 Prozenten an einem möglichen Weiterverkauf beteiligt – so soll laut griechischen Medien der Deal zwischen AEK Athen und Rapid in Sachen Arnor Traustason  aussehen. Wenn dem Sportchef Fredy Bickel zustimmt, würde das ein eklatantes Verlustgeschäft für Grün-Weiß bedeuten. Eigentlich müsste man sich da überlegen, zu versuchen, den Wert des 24jährigen Isländers in einer zweiten Rapid-Saison zu steigern. Wenn er nicht durch sein Verhalten in den letzten Tagen etwas zuviel Porzellan zerschlagen hätte.

Die Rapid-Fans zerbrechen sich einstweilen schon den Kopf, wer der neue Stürmer sein könnte, den Bickel nach Traustasons Abgang an Land zieht. Und sie haben einen Favoriten, der Jimmy Hoffer heißt. Charly Wendtner, der berühmte Rapid-Wirt in Ennsdorf bei St. Valentin an der Grenze zwischen Nieder- und Oberösterreich, postete  seinen Wunsch an Bickel sogar via Facebook: Lieber Fredy Bickel! Machen Sie uns Rapid-Fans eine große Freunde und holen Se Jimmy Hoffer zurück.“  Ein sehr emotionell besetzter Wunsch.  Hätte Hoffer neun Jahre nach seinem Abschied aus Hütteldorf in fussballerischer Hinsicht das gleich hohe Niveau wie Charlys Gulasch, müsste man keine Sekunde darüber nachdenken. Aber es sind Zweifel angebracht.

Hoffer wird von seinem cleveren Berater  Max Hagmayr  in Österreich angeboten. Auch Rapid, weswegen Hagmayr letzte Woche Bickel im Trainingslager Windischgarsten besuchte und nochmals seinen Plan unterbreitete. Aber genauso wie man bei Austria hinterfragen durfte, ob es eine Zukunft hat, auf den 33jährigen Heiko Westermann im Abwehrzentrum zu setzen, so sehr ist dies auch bei  Jimmy, so populär er auch ist, erlaubt. Denn da verpflichtet Rapid Erinnerungen an eine erfolgreiche Vergangenheit, ohne an eine Lösung für mehr als eine Saison zu denken. Hoffer war nach 27 Toren in 34 Spielen nicht nur der Liebling der  Westtribüne, als er  2009 Rapid mit dem Wechsel zu Napoli Millionen brachte. Aber  im Oktober wird er 31, hat nicht mehr das  Feuer und den Erfolgshunger des jungen Jimmy, der  2007 bei der U20-WM  in Kanada zu den Lieblingen einer ganzen Fußballnation gehört hatte.

Das ging in den acht Jahren irgendwie verloren, als er sich bei Napoli nicht durchsetzen konnte, dann auch in Deutschland zweimal bei Kaiserslautern, Eintracht Frankfurt, Fortuna Düsseldorf, und Karlsruhe nicht für Highlights am laufenden Band sorgte.  Marcel Koller hatte bald nach Beginn seiner Ära Hoffers Teamkarriere beendet. In seiner ganzen Legionärszeit erzielte Hoffer in 192 Pflichtspielen 44 Tore, in den letzten drei Saisonen nur zehn in 73 Partien. Und  bei Zweitliga-Absteiger Karlsruhe keinen Stammplatz besessen zu haben, spricht nicht gerade dafür, dass Jimmy Rapid jetzt helfen kann. Der junge Hoffer  jederzeit, aber auch der Routinier? Bickel wird sich hüten, dies so offen auszusprechen. Das gebietet schon der Respekt vor  Jimmys Verdiensten um Rapid, über die er sich bereits informiert hat.

Einer, der mit Hoffer 2007 in Kanada für Erfolge gesorgt hatte, sorgt derzeit bei Werder Bremen für Spekulationen: Es geht um das Interesse aus der Türkei von Trabzonspor an dem Mittelfeldmotor. Kaum vorstellbar, dass dies für den 29jährigen ein ernstes Thema ist, zumal er ja beim Nationalteam aus nächster Nähe mitbekam, was Trabzonspor mit Marc Janko vor vier Saisonen so alles „veranstaltet“ hatte. Vielmehr könnte es sich vor seiner  ersten Saison als Werder-Kapitän um eine Aktion handeln, mit der Druck auf Bremens Sportchef Frank Baumann gemacht werden soll, den in einem Jahr auslaufenden Vertrag mit Junuzovic schon jetzt zu verlängern.

 

 

 

 

 

 

Foto: Instagram.

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