Fußball

Doppel-Torschütze Dragovic! Kapitän Hinteregger im großen Glück

Erst Montag werden die Umstellungen in Österreichs Teamkader für die WM-Qualifikationsspiele gegen Israel und Moldau in Klagenfurt offiziell. Leipzig-Legionär Konrad Laimer kommt nicht nach Kärnten, er checkte Sonntag in Salzburg bei Sportwissenschaftler Franz Leberbauer ein, um die Teampause zu nützen, seine muskulären Probleme in den Griff zu kriegen. Sonntag schied keiner der von Franco Foda einberufenen Spieler verletzt aus. Einige agierten sogar auffällig.

Aleksandar Dragovic (Bild oben) machte beim 2:1 (0:1) von Roter Stern Belgrad in Novisad gegen Vojvodina als Doppel-Torschütze von sich reden: Vor der Pause fälschte er einen Schuss unglücklich zur Vojvodina-Führung gab, nach 62 Minuten gelang ihm nach einem Eckball das 2:1. Sein dritter Saisontreffer war für Roter Stern wichtig, weil der Meister als Zweiter bereits sechs Punkte Rückstand auf den Lokalrivalen Partizan hat, allerdings mit einem Spiel weniger.

Ein entscheidendes Tor erzielte auch Marko Arnautovic. Damit sorgte er per Kopf nach 79 Minuten für das 2:1  (0:0) von Bologna in Genua gegen Sampdoria, den fünften Sieg in zwölf Runden.  Arnautovic kam bei elf Einsätzen auf fünf Treffer, Bologna liegt auf Rang neun.

Nicht optimal für Foda verlief das 2:2 (1:2) des 1. FC Köln gegen Union Berlin: Nur Dejan Ljubicic spielte von seinen Teamkandidaten durch. Weder Louis Schaub noch Union-Kapitän ChristopherTrimmel kamen zum Einsatz. Florian Kainz, der nur auf Fodas Abrufiste steht, fiel hingegen mit einer starken Leistung auf. Bereitete mit einem Lattenkracher das 1:0 von Anthony Modeste vor, mit einem Eckball den späten Ausgleich des Torjägers. Danach vergab Kainz vor 50.000 Zuschauern noch die Siegeschance.

Tormann Heinz Lindner zögerte mit starken Reaktionen die erste Saisonniederlage des FC Basel in der Schweizer Super League, das 0:1 (0:0) gegen St. Gallen im St.Jakob-Stadion,  bis zur 87. Minute hinaus. Basel blieb aber dennoch Tabellenführer.

Das größte Glück hatten Kapitän Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker mit Eintracht Frankfurt beim Letzten Fürth, der bis zur Pause die besser Mannschaft war, klar in Führung hätte liegen müssen. Das schaffte Eintracht mit einer Leistungssteigerung nach der Pause in der 75. Minute. In der 90. Minute wechselte Trainer Oliver Glasner Ilsanker ein, um den knappen Vorsprung abzusichern. Doch was passierte? Ilsanker verlängerte einen Eckball per Kopf unglücklich auf die Brust des Schweizer Teamstürmers Cedric Itten, wodurch nach 92 Minuten das 1:1 fiel. Zwei später konnten Glasner, Hinteregger und Ilsanker den Siegestreffer des Kolumbianers Rafael Borre bejubeln. Der Trainer-Legionär wird zum Last Minute-Oliver: Vergangenes Wochenende Ausgleich zum 1:1 gegen Leipzig in der 93. Minute, Donnerstag in der Europa League gegen Olympiakos in Athen ohne Hinteregger und Ilsanker Siegesreffer zum 2:1 gegen Olympiakos in letzter Minute, Sonntag in Fürth Siegestor in der 94. Minute zum erst zweiten Saisonsieg in elf Runden.

Mitunter brauchen erfolgreiche Trainer auch eine Portion Glück. Den Glücksfaktor benötigte Peter Stöger mit Ferencvaros Budapest in Ungarns Spitzenspiel nicht: Mit einem 4:0 (1:0)-Auswärtssieg über Kisvarda verdrängte der Titelverteidiger die Verlierer von Platz eins.

Foto: Roter Stern Belgrad.

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