Fußball

Drama statt WM für Foda und Kosovo! Wieder Fiasko von Italien

Nichts wurde es im strömenden Regen von Pristina mit der ersten WM-Teilnahme für den Kosovo. In einem wahren Drama scheiterte die Mannschaft von Österreichs Ex-Teamchef Franco Foda beim 0:1 (0:0) gegen die Türkei vor allem am überragenden türkischen Tormann Ugurcan Cakir, der sich weder von Kosovos Kapitän Vedat Muriqi (Bild) noch  vom Ex-Austrainer Fisnik Asllani bezwingen ließ. Drei Minuten vor Ende holte Cakir einen Schuss von Asllani aus 16 Metern mit einer Monsterparade aus der Ecke. Bitter für Foda und seine Assistenten Robert Ibertsberger und Atdhe Nuhiu. Mit Herz und Leidenschaft wurde alles versucht, doch ein Tor wollte nicht fallen. Das gelang den Türken dank der individuellen Klasse von Juventus-Legionär Kenan Yildiz. Die von ihm eingeleitete Aktion  vollendete nach 53 Minuten Kerem Aktürkoglu von Fenerbahce Istanbul aus abseitsverdächtiger Position. Doch das Tor zählte. Somit brachte Türkeis italienischer Teamchef Vincenzo Montella seine Mannschaft erstmals seit 2002 wieder zur WM. Da wird auch Ex-Rapid-Verteidiger Mert Müldür, der in Pristina bis zur 89. Minute spielte, dabei sein. Für ihn sicher sein Karriere-Highlight. Er gehörte vor zwei Jahren auch zum türkischen Team, das bei der Europameisterschaft Österreich eliminierte und ins Viertelfinale kam.

Ein Drama gab es auch in Zenica. Dort scheiterte Italien an Bosnien im Elfmeterschießen, fehlt damit nach 2018 in Russland und 2022 in Katar zum dritten Mal hintereinander bei der Weltmeisterschaft. 2021 wurde Italien Europameister. Dienstag profitierte Italien vorerst von einem Riesenfehler des bosnischen Tormanns Nikola Vasilj, einem Fehlpass im Spielaufbau Der führte nach 15 Minuten zur Führung durch Fiorentina-Stürmer Moise Kean. Mit dem berühmten Catenaccio versuchte Italien den Vorsprung zu halten. Ab der 41. Minute nur mit zehn Mann, denn der französische Referee Clement Turpin zeigte Innenverteidiger Bastoni  für eine Notbremse die rote Karte. Bis zur 79. Minute hielt Italiens 1:0, dann glich der Ex-Austrianer Haris Tabakovic nach einem Kopfball des 40 jährigen Edin Dzeko aus. Im Nachspiel fiel kein Tor, Bosnien hatte in den 120 Minuten 30 Torschüsse, Italien nur neun. Im Elfmeterschießen vergab Italien von den ersten drei  zwei durch Sebastiano Esposito von Cagliari  und Bryan Cristante von Roma. Die ersten vier Schützen von Bosnien verwandelten, darunter Tabakovic und der zur zweiten Hälfte eingewechselte Noch-Salzburger Kerim Alajbegovic. Er hatte im Semifinale gegen Wales in Cardiff im Elfmeterschießen den entscheidenden verwertet. Damit ist Bosnien zum zweiten Mal nach 2014 bei der WM.

Ein Elfmeterdrama gab es auch in Prag bei Tschechien gegen Dänemark. Tschechien führte von der 3. bis zur 72. Minute, dann glichen die Dänen aus.  Im Nachspiel gelang den Tschechen das 2:1, eine Minute später fie das 2:2. Im Elfmeterschießen versagten bei den ersten vier dreimal die Dänen, als Erster Rasmus Höjlund, Ex-Legionär von Sturm Graz. Das Elfmeterschießen ging mit 3:2 an die Tschechen, die sich schon im Semifinale gegen Irland erst im Elfmeterschießen (4:3) durchsetzten. Österreichs Nachbar ist damit erstmals seit 20 Jahren bei der WM. Schweden siegte gegen Polen ohne Elfmeterschießen 3:2 (2:1). Das entscheidende Tor  schoss in der 88. Minute der bis dahin so gut wie unsichtbare Arsenal-Torjäger Viktor Gyökeres. Schweden wurde in der Qualifikation sieglos hinter der Schweiz, dem Kosovo und Slowenien Gruppenletzter, rettete sich als Gruppensieger der Nations League in die Play-offs und zur WM.  Damit ist der Traum von Polens Kapitän Robert Lewandowski geplatzt. Extra für diese Qualifikation hatte er seinen Rücktritt als Teamspieler rückgängig gemacht. Den Traum von seiner dritten WM konnte sich der 37-Jährige nicht erfüllen.

Foto: Yigit Oerme.

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