Fußball

Ein 17-jähriger Verlierer war die Entdeckung beim Supercup: Brian Madjo

So wie vor einem Jahr gewann Paris St. Germain nach der Champions League auch das Duell gegen den Europa-League-Sieger um den Supercup. Vor einem Jahr gegen Inter Mailand in München 5:0 und gegen Tottenham in Udine nach einem 2:2 im Elfmeterschießen, heuer in Budapest gegen Arsenal nach 1:1 im Elfmeterschießen und Mittwochabend vor fast 30.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Wals-Siezenheim gegen Aston Villa 2:1 (1:1). Drei Titel hintereinander gegen die Premier League. Bei den Engländern fehlten Argentiniens Teamkeeper Emiliano Martinez und die englischen WM-Teaspieler Ezri Kensa und Ollie Watkins. Alle sind noch im WM-Urlaub. Mit Paris St. Germain gewann nicht die bessere, sondern die effektivere Mannschaft, Aston Villa hatte mehr Torchancen.

Aber das Erlebnis des sehenswerten Supercupabends in Salzburg waren die 72 Minuten des 17-jährigen Aston Villa-Mittelstürmers Brian Madjo, der schon viel älter aussieht. Der 1,93 Meter große Madjo, der für Luxemburg, England und Kamerun spielberechtigt ist, drei Länderspiele für Luxemburg bestritt, neunmal in Englands U 17-Team zum Einsatz kam, im Jänner von Aston Villa um zwölf Millionen aus Frankreich vom FC Metz geholt, ein halbes Jahr Jahr in der zweiten Mannschaft eingesetzt wurde. In Salzburg debütierte er und setzte der routinierten Paris-Abwehr um Marquinhos und Willian Pacho sehr zu. Bei einem Kopfball fehlten Zentimeter, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte übernahm er eine Flanke mit links, traf unter die Latte (Bild). Damit glich er die Paris-Führung durch den Georgier Khvicha Kvaratskhelia aus, bei der Aston Villas 35-jähriger Tormann, der Holländer Marco Bizot, nicht gut aussah. Mit Madjo kündigte sich ein neuer internationaler Topstar an.

Zur Pause reagierte Luis Enrique, der das spanische Trainerduell gegen Unai Emery gewann, brachte Desiree Dembele für Neuerwerbung Maghnes Akliouche. Als nach 61 Minuten die Abseitsfalle von Aston Villa nicht klappte, nützte dies Desire Doue zum Siegestor. Der Linienrichter aus Somalia hob die Fahne, aber der italienische VAR Marco di Bello korrigierte ihn. Der Treffer zählte, sicherte Paris die Titelverteidigung. Doue wurde auch als „man of the match“ ausgezeichnet. Weil die Wahl immer auf einen Sieger fällt. In Salzburg hätte sie auch Brian Madjo verdient.

 

 

 

Foto: UEFA.

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