Fußball

Gegen Ried hat LASK-Meistermacher Kühbauer seine niedrigste Erfolgsquote

Als Tabellenführer nach Glasgow ins Play-off zur Champions League gegen Schottlands Meister Celtic: Die Devise gilt für den Doublegewinner LASK Freitagabend zur Eröffnung der dritten Runde im Oberösterreich-Derby gegen Ried.  In dem hat der LASK Nachholbedarf: Gegen keine andere Mannschaft in der Bundesliga ist der LASK momentan länger sieglos _ seit sechs Partien. Letzte Saison gewann Ried in Linz 3:1, als der Portugiese Joao Sacramento noch Trainer des LASK war. Drei Runden später war das Kapitel beendet. Alle bisherigen vier Partien von Didi Kühbauer (Bild)  als LASK-Trainer endeten 1:1, er gewann nur fünf seiner 25 Duelle gegen die Innviertler. Darunter das letzte im Frühjahr im Cupsemifinale, als der LASK in Ried nach Verlängerung 2:1 siegte. Dennoch hat der Meistermacher gegen Ried seine niedrigste Erfolgsquote als Trainer.

Vor dem, Anpfiff zum Derby verabschiedet der LASK Sasa Kalajdzic. Besser wäre es, ihn auch mit Blickpunkt auf die Duelle gegen Celtic fix zu verpflichten. Ohne Kalajdzic hätte der LASK nicht das Double geholt. Bei Wolverhampton ist er nicht gefragt, da sein Vertrag nur noch ein Jahr läuft, müsste die Ablöse für die Linzer zu stemmen sein. Der Knackpunkt dürfte sein Gehalt sein. Der als Nachfolger vom GAK gekommene Ramiz Harakate wird nach einem Kreuzbandriss heuer nicht mehr spielen. Da bis jetzt der gesuchte neue Stürmer nicht gefunden wurde, ist es naheliegend, dass sich bis zu den Celtic-Spielen nichts ändern wird. Daher werden Samuel Adeniran und Ex-Rapidler Christoph Lang die erste Wahl sein. Die beste Lösung wäre sicher Kalajdzic.

Bei Ried ist eine andere Suche aktuell: Die nach einem neuen Sportvorstand, nach einem Nachfolger von Wolfgang Fiala als Sportvorstand. Wie man hört, bekommt Ried von Rapid 150.000 Euro „Ablöse“, da Fiala bereits 1am 1. Oktober bei Grün-Weiß beginnt, seine Ausstiegsklausel erst mit Jahresende galt. Fialas rechte Hand, Lukas Brandl, bleibt weiterhin für Scouting und Analyse zuständig, bekommt als neuer Sportdirektor aber einen „Vorgesetzten“. Da hört man unter anderem vom ehemaligen Austria-Sportchef Manuel Ortlechner, der eine Rieder Vergangenheit hat. Im Gespräch ist auch Lukas Fischer, der beim  Wiener Zweitligisten FAC eine solide Arbeit macht. Unter anderem „verkaufte“ er bisher vier Trainer. Vor sechs Jahren Miron Muslic, jetzt der große Aufstiegsheld bei Schalke,  an Ried.

Foto: Yigit Oerme.

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