Fußball

Ein Ex-Spieler von Stöger sorgte für seine erste unnötige Niederlage als Trainer von Rapid

Im neunten Spiel ist es passiert. Die erste Niederlage von Peter Stöger als Rapid-Trainer, die völlig unnötig war, wie er nach dem 1:2 (0:0) vor 8200 Zuschauern im Eto-Park von Györ verärgert feststellte. Weil Rapid sicher mehr Chancen hatte als die ungarischen Sieger. Aber die Chancen, in die Ligaphase der Conference League zu kommen, bleiben intakt. Mehr Effizienz würde Rapid nächsten Donnerstag in Hütteldorf aber sicher nicht schaden. Beide Tore für Györ erzielte mit dem Bosnier Zeljko Gavric ein Spieler, den Stöger sehr gut kennt, weil er ihn im Herbst 2021 bei Ferencvaros Budapest trainierte. Aber es störte Stöger viel mehr, dass „wir uns durch einige Dinge, die wir nicht sehen wollten, selbst Probleme machten“. Auch in der zweiten Hälfte, in der die Leistung besser als war als in der ersten, in der es nicht gelang, bestimmend aufzutreten.

Die Rapid-Fans, die keine Karten bekamen, bewiesen Ideen: Sie mieten sich im Hotel Eto Park, das hinter einem Tor des Stadions liegt, ein Zimmer, um von der Hotelterasse das Match verfolgen zu können. Da gehört viel Rapid-Herz dazu.  Die Position des verkauften Mamadou Sangare übernahm wie erwartet Lukas Grgic, erstmals nach Achillessehenproblemen begann Louis Schaub an der rechten Flanke. Das blieben die einzigen Umstellungen, Györ wirkte zu Beginn aktiver, zur ersten Chance kam aber Rapid, bei der Ercan Kara an Tormann Samuel Petras scheiterte. Ein Kopftor von Nenad Cvetkovic ließ der mazedonische Referee Igor Stojchevski nicht gelten, weil er ein Foul von Kara an Petras erkannt haben wollte.

Mit Nikolaus Wurmbrand und Claudy Mbuyi statt Schaub und Kara wollte Stöger in der zweiten Hälfte mehr Schnelligkeit ins Spiel bringen. Doch nach nur 20 Sekunden lag Rapid zurück: Weil sich Cvetkovic verschätzte, zog der in Deutschland geborene Togo-Teamspieler Samsindin Ouro an ihm vorbei, die Flanke verwertete Gavric.  Kurz darauf fehlten bei einem Schuss von Janis Antiste nur Zentimeter zum Ausgleich. Der nach drei vergebenen Chancen durch den von Romeo Amane eingesetzten Joker Wurmbrand fiel, bei dessen abgeflschten Schuss aus spitzem Winkel der Tormann schlecht aussah. Nach 71 Minuten kam Kapitän Matthias Seidl für Grgic. Ein Zeichen Stögers, auf Sieg zu spielen. Doch es fiel das 2:1 für Györ, das nach Amanes Fehlpass beim Herausspielen fiel. Daraus entstand ein Outeinwurf der Ungarn, nach dem Amane Gavric nicht attackierte, sondern aus 20 Metern schießen ließ. Der Ball schlug genau im Eck ein. Keine Chance für Keeper Niklas Hedl, der praktisch nichts zu halten bekam, aber zwei Tore kassierte. Der Frust war in den Gesichtern der Rapid-Spieler zu sehen.  „Wir hätten uns die Sache einfacher machen können!“ meinte Stöger zur Ausgangslage vor dem Retourspiel. Györ ließ sein Meisterschaftsspiel am Wochenende verschieben, Rapid gastiert in Wolfsberg.

So wie Stöger in Györ ärgerte sich auch Oliver Glasner im Selhurst Park, weil Crystal Palace gegen Fredrikstad mit Müh und Not nur ein 1:0 (0:0) gegen Fredrikstad schaffte. Teamtorhüter Patrik Pentz hielt für Bröndby Kopenhagen bei Racing Strassburg das „zu null“, das 0:0, bei dem Michael Gregoritsch in der 68. Minute eingewechselt wurde, lässt Bröndby hoffen. Teamverteidiger Philipp Mwene verlor mit Mainz in Norwegen gegen Rosenborg Trondheim 1:2. In den Play offs der Europa League jubelt Ex-LASK-Tormann Tobias Lawal in Polen über ein 5:1 mit Genk gegen Lech Posen, bei dem Ex-Rapidler Nicolas Sattlberger nur vier Minuten spielte. Kevin Wimmer verlor mit dem slowakischen Meister Slovan Bratislava daheim gegen Young Boys Bern 0:1.

 

Foto: SK Rapid/Widner.

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