Fußball

Ein Geburtstagsgeschenk für den Rapid-Trainer: Petter Dahl ist wieder dabei

Donnerstag feierte Rapids Trainer Hoff Thorup seinen 37. Geburtstag. Gefeiert hat er ihn in Wahrheit nicht: Er sah sich am Abend zwei Videos von Samstag-Gegner Wolfsberg an. Die Kärntner brauchen Samstag in Hütteldorf so wie auch Rapid dringend einen Sieg, um unter die ersten sechs zu kommen. Eine Niederlage könnte praktisch den Fall in die Abstiegsrunde bedeuten. So gesehen wären drei Punkte, der erste Sieg seiner Ära, der für Rapid den ersten seit November und 12 Spielen bedeuten würde, das schönste nachträgliche Geburtstagsgeschenk für Thorup. Ein kleines bekam er bereits: Er kann erstmals auf den norwegischen Linksaußen Petter Nosa Dahl setzen. Der 22 jährige sorgte beim guten Saisonstart für vier Tore und drei Assists, ehe ihn seit Mitte September sowohl eine Rückenverletzung als auch muskuläre Probleme einbremsten. Theoretisch wäre ein neuer „Traumsturm“ mit Nikolaus Wurmbrand, Andreas Weimann und Dahl möglich. Da Dahl aber noch nicht für 90 Minuten fit ist, könnte ihn Thorup als Joker einplanen.

Ein Fixpunkt für ihn ist Kapitän Matthias Seidl. Thorup weiß, dass der Salzburger ein Spieler für eine zentrale Position im Mittelfeld ist, setzte ihn aber dennoch dreimal am Flügel ein, was sich nicht bewährte. Thorup will auf die läuferischen Fähigkeiten Seidls, die ihm sehr gefallen, nicht verzichten. Ihn als zentralen defensiven Mittelfeldspieler einzusetzen, ist für den Dänen kein Thema: „Er braucht eine offensive Rolle!“ Ob Thorup etwas neues eingefallen ist? Ihm wäre es am wichtigsten, wenn der Unterschied zwischen den Leistungen im Training, mit denen er zufrieden ist, und denen im Ernstfall nicht so groß wären wie bei den letzten Enttäuschungen gegen Ried und im Derby. Wie er versuchte, das zu erreichen, will er erst verraten, wenn es gelungen ist.

Sportchef Markus Katzer gestand Donnerstag, das bei den Sommertransfers einiges nicht so lief, wie er es erhoffte. Keine Neuigkeit. Das trifft auch auf den Franzosen Janis Antiste zu, der zu Saisonbeginn noch ein Teil des Erfolgs war, mit Dahl jubelte (Bild), ehe es auch bei ihm bergab ging. Antiste ist Leihspieler von Sassuolo, ab dem 31. Einsatz wird eine Kaufpflicht von kolportierten drei Millionen Euro fällig. Die Leitungen beim Großteil der 30 Einsätze mit nur drei Toreen und zwei Assists waren aber nicht so, dass man so viel Geld investieren will, um ihn zu bekommen. Die Bemühungen von Katzer, bei Verhandlungen mit dem Zehnten der Serie A die Kaufpflicht wegzubringen, scheiterten bisher. Daher wird Antiste nicht spielen. Bezahlen muss ihn Rapid bis Sommer aber auf jeden Fall. Kein günstiger Deal.

Keinesfalls günstig erwies es sich auch bei Wolfsberg, dass Präsident Dietmar Riegler sich auf Betreiben einiger Spieler nach fünf Partien von Peter Pacult, den er nach Didi Kühbauers unerwarteten Wechsel zum LASK als Trainer verpflichtete, trennten. Jetzt hat Wolfsberg mit Ismail Atalan einen Trainer, der den Spielern passt. Der aber wenig erreicht: Pacult, Rapids letzter Meistermacher, gewann zweimal, Atalan in sieben Partien nur einmal und gesteht: „Ichhabe einen anderen Anspruch an meine Tätigkeit!“

 

 

 

Foto: APA.

4

Meist gelesen

Nach oben