Eishockey

Ein Grazer Damm schockt Deutschland: Dahm

Seit Samstag steht fest, dass die Mannschaft mit den meisten Spielern aus der Ersten Bank Eishockey-Liga als erste den Abstieg nicht mehr entgehen kann: Für Slowenien gibt es nach dem 2:5 gegen Weißrussland keine Rettung mehr.  „Wenigstens“ zwei Torhüter aus der EBEL zeigten bei der A-Weltmeisterschaft, dass sie internationales Topniveau haben: In Paris Frankreichs Rückhalt vom EC Dornbirn, Florian Hardy. Er machte die 5:1-Sensation gegen Finnland möglich und auch Titelverteidiger Kanada das Leben sehr schwer, indem er 32 Schüsse hielt. Kanada schlug die Franzosen nur knapp 3:2. Mit einem Save-Percentage von 94,87  ist der 32jährige Hardy bisher der viertbeste Torhüter der WM.  In Köln versetzte der Däne Sebastian Dahm, in den letzten zwei Saisonen die große Stütze der Graz99ers, Eishockey-Deutschland in Schockzustand und sein Land in einen Freudentaumel.  Nach dem 3:2 der Dänen, die nach dem ersten Drittel 0:2 zurück lagen, hatten die  Wortspiele mit Dahm und Damm  durchaus ihre Berechtigung: Dahm, schon davor als dänische Mauer gelobt,  war der dänische Schutz-Damm, über den Deutschland nicht drüberkam. Teamchef Marco Sturm: „Der Tormann machte den Unterschied.“

Es waren zwei seiner insgesamt 27 Saves, die das Match für die Dänen entschieden, ihnen eine Chance auf das Viertelfinale gaben. Fünf Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit setzten die deutschen Cracks schon zum Torjubel an, aber der erstarb, als Dahm sensationell einen Schuss von Patrick Reimer mit der linken Fanghand hielt.  Damit sorgte der 30jährige, der eine deutsche Mutter hat, für die Verlängerung, in der er bei der Entscheidung seinen Stock im Spiel hatte: Zuerst verhinderte er bei der Topchance für Dennis Seidenberg, den Verteidiger der New York Islanders, die Enscheidung, als er instinktiv die Kelle hochriss. Von dort sprang der Puck zu Winnipeg-Center Nikolaj Ehlers, der im Konter  ideal für Jokerit Helsinki-Stürmer Peter Regin aufspielte, Sieg für Dänemark. Dahm fuhr brüllend aus seinem Tor, bekam für die Aktion  den zweiten Assist gut geschrieben: „Ich habe noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt.  Seit Monaten habe ich diesem Match entgegen gefiebert, phantastisch.“ Unter den 18 124 Besuchern waren auch viele dänische Fans, zum nächsten Match gegen Schweden kommt Prinz Frederik. Dahm versetzte auch das Königshaus ins Eishockeyfieber. Deutschland zeigte sich 24 Stunden vom Dahm-Schock beim 4:1 gegen Italien gut erholt. Zur gleichen Zeit sorgte die Schweiz in Paris für die Top-Sensation: Gegen Titelverteidiger Kanada im letzten Drittel ein 0:2 aufgeholt, nach 3:40 Minutn der Verlängerung sogar 3:2 gewonnen. Durch das zweite Tor von Zürich-Stürmer Fabrice Herzog.

Die 99er-Fans werden aber Dahm in Graz nicht mehr bejubeln können. Schon vor der Weltmeisterschaft stand der Wechsel nach Deutschland, zu den Iserlohn Roosters fest, wo der  Klagenfurter Freund von Thomas Vanek, Matthias Lange, die Nummer zwei hinter Dahm sein wird. Der Nachfolger  von  Dahm in Graz kommt aus Finnland: Hannu Toivonen, früher auch Torhüter in der NHL bei den Boston Bruins. Ein aktueller Torhüterstar aus der NHL kam als neue Attraktion nach Köln: Michael Grabners Mitspieler Henrik Lundqvist verstärkt nach dem Scheitern mit den New York Rangers im NHL-Play-off an Ottawa Schweden im Kampf um die Medaillen.

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