Fußball

Ein neuer Name bei violetter Trainersuche: Thomas Janeschitz

Namen, die man sich eigentlich nicht richtig vorstellen kann kursieren auf der Gerüchtebörse in Sachen Austrias Suche nach einem neuen Trainer. Etwa der Deutsche Markus Weinzierl, der eine Vergangenheit in der Bundesliga eine Vergangenheit bei Schalke und Augsburg hat. Seit Montag kommt auch ein neuer österreichischer Name mit violetter Vergangenheit vor: Thomas Janeschitz. In der Erfolgssaison 2005/06, in der die Austria das Double gewann, assistierte er Trainer Frankie Schinkels und Sportchef Peter Stöger, sass er auf der Trainerbank. Danach war Janeschitz für die Austria-Amateure zuständig, ehe er 2009 in den Fußballbund wechselte. Seit November 2011 war er dort an der Seite von Teamchef Marcel Koller (Bild oben): 54 Spiele als Assistent mit Höhenflügen (Qualifikation für die Europameisterschaft 2016) und Misserfolgen (Scheitern in der Gruppenphase gegen Ungarn, Portugal und Island  sowie anschließend in der Qualifikation für die WM 2018). Nach Kollers Ende als Teamchef wurde er ab August 2018 der Assistent des Schweizers beim FC Basel. Dort sieht es ganz nach Kollers Abschied nach Saisonende aus.

Acht Punkte Rückstand auf Meister und Tabellenführer Young Boys Bern vier Runden vor Schluss. Aber nur beim Meistertitel würde sich der Vertrag von Österreichs Ex-Teamchef automatisch bis 2021 verlängern. Der wird auch in seiner zweiten Basel-Saison nicht gelingen-Der „Blick“, der Koller bisher meist positiv gegenüberstand, schrieb Montag, dass Koller keinen Rückhalt mehr in Basel habe, sich seine wohltuende Unaufgeregtheit inzwischen in eine irritierende Teilnahmslosigkeit verwandelt habe. Also wird auch der  54 jährige Janeschitz die Zechen der Zeit erkannt haben, auf Jobsuche sein. Ob er den bei Austria findet?

Janeschitz als Chef ist schwer vorstellbar. Weil er ausser bei den Nachwuchsteams während seiner ÖFB-Zeit noch nie für eine Mannschaft verantwortlich war. Ob Austrias Sportvorstand Peter Stöger in der heiklen Phase einen „Neuling“ als Trainer engagieren würde? Wohl kaum. Aber dennoch ist die Janeschitz-Rückkehr zur Austria vorstellbar. Wenn Stöger den Wunsch des Großteils des Präsidiums erfüllen würde, in der nächsten Saison sowohl Sportchef als auch Trainer sein würde. Das würde nicht nur die finanziell günstige Lösung sein, sondern auch den meisten Kredit bei den violetten Fans bringen. Die Stöger so viel „verzeihen“ würden wie keinem anderen Trainer.  Dann wäre Janeschitz als Stögers Assistent durchaus vorstellbar. Wie seit achteinhalb Jahren bei Koller. Was aber dagegen spricht: Janeschitz würde bei Austrias Start in die Vorbereitung im August noch nicht zur Verfügung stehen. Am 8. August spielt Titelverteidiger Basel im Semifinale des Schweizers Pokals, höchstwahrscheinlich vier Tage später im Finalturnier der Europa League in Düsseldorf, Köln oder Duisburg im Viertelfinale gegen den Sieger aus Schachtjor Donezk gegen Wolfsburg. Um in diesen Tagen schon bei der Austria zu sein, müsste Janeschitz nach dem Ende der Schweizer Super League Basel und Koller verlassen.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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