Ein Legionär mehr für die Wiener Austria, bei der vor nicht allzu langer Zeit als Strategie verkündet wurde, auf Eigengewächse zu setzen: Der 24 jährige Nigerianer Ibrahim Buhari (Bild) ist nach dem Deutschen Jonas Feddersen der zweite Innenverteidiger, der im Sommer verpflichtet wurde. Der 1,90-Meter-Riese kommt vom schwedischen Erstligisten Elfsborg Boras, für den er 77 Spiele bestritt, kostete keine Ablöse. Einmal kam Buhari in der U 21 seines Heimatlands zum Einsatz: „Er bringt die Qualitäten mit, die wir gesucht haben“, versicherte Sportchef Tomas Zorn, „außerdem verjüngen wir mit ihm weiter den Kader!“ Buhari trainierte Mittwochvormittag erstmals bei der Austria, beim 1:1 (1:0) im Test gegen Dunajska Streda kam er am Abend in Frauenkirchen noch nicht zum Einsatz.
1:1 spielte die Austria auch letzten Samstag gegen den ungarischen Klub Debrecen. Im Burgenland gab es ein Wiedersehen mit dem Ex-Austrianer Andreas Gruber, der für den slowakischen Europacupstarter spielt, und mit Ex-Rapid-Trainer Robert Klauß, der den Job bei Dunajska mit Beginn der Saisonvorbereitung übernahm. Bei der Austria fehlten außer den Langzeitausfällen Botic und Sarkaria noch der Südkoreaner Teasok Lee, der nach der WM noch auf Urlaub ist, sowie die angeschlagenen Aleksandar Dragovic, Philipp Wiesinger, Jo Handl und Philipp Maybach. Trainer Stephan Helm tauschte zur Pause bis auf die Innenverteidiger Dejan Radonjic und Feddersen alle Spieler, Radonjic wurde als einziger nicht ausgewechselt. Kapitän Manfred Fischer brachte die Austria nach Vorarbeit von Johannes Eggestein knapp vor der Pause in Führung, der neue deutsche Offensivspieler Julian Hettwer schied schon nach zehn Minuten verletzt aus: „Dunajska Streda ist ein Gegner auf Augenhöhe“, meinte Helm, „wichtig ist uns, defensiv weniger zuzulassen. Das gelang uns schon recht gut!“
In zwei Wochen, vier Tage nach dem WM-Finale, beginnt für Austria die Qualifikation für den Europacup, für Sturm Graz schon einen Tag früher für die Champions League. Mittwoch gewann der Vizemeister ein Vorbereitungsspiel gegen den Regionalligaklub Kalsdorf 4:1 (2:1). Mit Szymon Wlodarczyk, Jeyland Mitchell, dem 18-jährigen Franzosen Wisler Lazarre aus der zweiten Mannschaft und Amady Camara waren alle Torschützen Legionäre.
Foto: FK Austria.