Zwei Tage vor dem so gut wie ausverkauften 349. Wiener Derby wurde es offiziell: Stephan Helm bleibt bis 2028 Trainer der Wiener Austria. Damit ist in der Bundesliga nur noch bei Hartberg ungeklärt, wer in der nächsten Saison die Mannschaft trainiert. Austrias Sportvorstand Tomas Zorn verkündete die Entscheidung am 43. Geburtstag von Helm. Als „Geschenk“ kann man die Vertragsverlängerung wirklich nicht sehen, denn die hat sich der Burgenländer durch die ersten zwei Jahre als Chef, in der er die Austria trotz Finanzkrise zweimal vorzeitig in die Meisterrunde brachte, letzte Saison bis zur letzten Runde um den Meistertitel mitspielte, durchaus verdient. Es klang auch wirklich nicht überheblich, als Helm meinte, er sei ein besserer Trainer als zwei Jahre zuvor. Durch die Erfahrungen, die er in einer „sehr intensiven Zeit“ machte, wie er die internen violetten Differenzen bezeichnete. Die noch immer nicht beiegekgt sind. Die Zusammenarbeit zwischen Helm und Zorn passt so wie dies ach nter Zorns Vorgänger Jürgen Werner der Fall war. Helm war nach der Beurlaubung des Deutschen Michael Wimmer der Kandidat der Invsetorengruppe um Jürgen Werner. Sicher auch deshalb war er mitunter intern nicht unumstritten. Aber es ist Fakt, dass die Austria nicht über ein Budget wie Red Bull Salzburg, Sturm Graz, der LASK und Rapid verfügt. Und sich dieser Zeit auch nicht ändern wird. Daher kann es am Transfermarkt auch keine großen Sprünge geben.
Zorn sprach an, dass Kontinuität ein sehr wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für Helm war, weil es mit ihm in die richtige Richtung geht. Sein Anliegen und das von Helm ist, dass die Austria nicht stagniert, es weiter Ambitionen nach oben gibt und noch etwas bewegt werden soll. Helm fühlt eine große Verantwortung, bei Austria weiterzumachen, hatte für ihn stets die Priorität vor allen anderen Überlegungen. Aleksandar Dragovic, der erfahrenste Spieler in Helms Kader, sieht bei seinem Trainer durchaus das Format, den Sprung in eine ausländische Liga zu schaffen. Aber Helm bleibt vorerst lieber „bodenständig“. Obwohl man bei der Austria nie weiß, wann einen wieder Turbulenzen einholen. Möglicherweise schon nach dem Derby.
Mit Helm bleiben auch die anderen aus seinem Staff (Bild oben). Das sind die Assistenten Christian Wegleitner und Christoph Glatzer, Torhütertrainer Udo Siebenhandl, die Athletiktrainer Christian Balga und Daniel Gangl sowie die Videoanalysten Daniel Gasser und Philipp Steiner. Dazu kommt noch einer aus Austrias letzter Meistermannschaft aus der Saison 2012/13: Alexander Grünwald, Sportchef bei Zweitligist Stripfing, bis im letzten Herbst der Spielbetrieb eingestellt wurde, ist der neue Individualtrainer.
Foto: FK Austria/Daniel Shaked.