Fußball

Fodas neue Hoffnung heißt Avdijaj! Hartberg verhandelt mit Israeli

Offiziell sagt Österreichs Ex-Teamchef Franco Foda seinen Spielern beim FC Zürich, dass es keinen Grund gibt, den Kopf hängenzulassen. Obwohl der Meister in den ersten drei Runden der Super League kein Spiel gewann, kein Tor erzielte, mit einem Punkt als Letzter die rote Laterne hat. Obwohl die Qualifikation für die Champions League schon gegen Qarabag Agdam aus Aserbaidschan vergeben wurde, was Millionen kostete. Jetzt besteht nur noch die Hoffnung auf die Europa League. Da gastiert Zürich Dienstag in Nordirlands Hauptstadt bei Linfield Belfast. Noch ohne neue Offensivhoffnung, die aus der Steiermark kommt und ein alter Bekannter von Foda ist: Donis Avdijaj, 25 jähriger sechsfacher Teamspieler des Kosovo, der unter Foda bei Sturm in der Saison 2015/16 seine beste Zeit hatte, in 45 Spielen 13 Tore und elf Assists lieferte. Seit August 2021 fand er bei Hartberg wieder in die Spur, nützte jetzt seine Ausstiegsklausel, unterschrieb beim FC Zürich einen Dreijahresvertrag. Die Schweizer engagierten ihn trotz Bändereinriss im Sprunggelenk, weswegen Avdijaj Sonntag bei Hartbergs 1:2 gegen WSG Tirol gefehlt hatte. In er ersten Runde erzielte er beide Treffer zum 2:1-Heimsieg gegen Altach. Montag twitterte der FC Zürich bereits ein Foto von Avdijaj mit Zürichs Präsidenten Ancillo Canepa, seinen rothaarigen Gattin Heliane und Sportchef Marinko Jurendic.

Der FC Zürich ist die zehnte Profistation von Avdijaj im nunmehr siebenten Land nach Deutschland (Schalke), Österreich, Holland (Roda Kerkrade, Willem II, FC Emmen), der Türkei (Trabzonspor), Schottland (Hearts of Midlothian) und Zypern (AEL Limassol). Von dort kam er zu Hartberg. Beim Schweizer Meister soll er für Ideen und vor allem für Tore sorgen, die durch den Abgang von Gambia-Mittelstürmer Assan Ceesay nach Italien zu Lecce fehlen. Er schoss in der Meistersaison 20 Tore, leistete elf Assists. Ob Avdijaj annähern so viele schaffen wird? An Foda wird kritisiert, dass er in jedem der fünf Spiele ein neues System ausprobierte. Er warf der Mannschaft am Samstag nach dem 0:2 bei St. Gallen nichts vor, sprach sogar vom besten Spiel der Saison mit drei Stangen- und Lattenschüssen. Ob es sich bei Avdijaj bis zum nächsten Heimspiel am Sonntag am Letzigrund in Sachen Fitness ausgeht, ist offen. Da ist der FC Sion, der Klub von Österreichs Teamtorhüter Heinz Lindner, der Gegner. Der mit drei Punkten mehr als der FC Zürich auf Rang fünf liegt und sich sehr um Italiens Skandalboy Mario Balotelli bemüht. Kann sein, dass noch diese Woche alles über die Bühne geht.

Für Hartberg ist Avidajs Wechsel finanziell ein gutes Geschäft. Er kam vor einem Jahr ablösefrei, brachte jetzt mit dem Wechsel eine sechsstellige Summe im mittleren Bereich.  Bleibt der sportliche Aspekt. Eigentlich suchte Hartbergs Obmann Erich Korherr bereits einen Stürmer, als vom Avdijaj-Wechsel noch keine Rede war. Jetzt würde er eigentlich zwei brauchen, besteht Handlungsbedarf. Hartberg schaffte vergangene Saison trotz Avdijaj erst in der letzten Runde den Klassenerhalt. Verhandelt wird mit einem 22 jährigen israelischen Offensivspieler von Maccabi Tel Aviv. Da gibt es noch“Diskussionen“ um Leihsumme und Gehalt. Verhandelt wurde Montag auch zwischen Cremonese und Rapid über die Ablöse für Innenverteidiger Emanuel Aiwu. Ohne Einigung. WSG Tirol dürfte nach Lukas Sulzbacher einen weiteren Defensivspieler mit Rapid-Vergangenheit verpflichten.

 

 

Foto: Twitter.

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