Fußball

Für Thorup hat Austria in Ried weniger Spaß als Rapid gegen Salzburg

Die Austria steht bereits fix in der Meisterrunde, Rapid muss Sonntag darum kämpfen. Kann es auch bei einer Heimniederlage gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg schaffen, wenn die Austria in Ried nicht verliert,  WSG Tirol daheim den GAK nicht schlägt und Altach in Graz gegen Sturm punktlos bleibt. Dennoch wird der Austria ihr Spiel im Innviertel weniger Spaß machen als Rapid das vor der leeren Fantribüne in Hütteldorf Das glaubt zumindest Rapids Trainer Hoff Thorup: „Kein Druck bedeutet wenig Spaß“, behauptete er. Mag sein, dass einige Kollegen darüber anders denken. Möglicherweise auch Austrias Stephan Helm. Thorup wird sich Samstag noch genau überlegen, ab wann er Sonntag seine Spieler über die Spielstände in Ried, Innsbruck und Graz informieren wird: „Bis zur 70. Minute wird es nur einen Plan geben, auf Sieg zu spielen!“ Selbst, wenn dann feststehen sollte, dass Rapid schon ein Unentschieden genügt, um unter den ersten sechs zu bleiben, stellt sich die Frage, ob es klug wäre, dann nur noch auf Halten zu spielen.

Helm kann es Sonntag mehr oder weniger egal sein, wie die anderen Spiele enden. Es geht um die bestmögliche Ausgangslage für die Meistergruppe. Durch die Punketteilung rückt dann nochmals alles zusammen. Warum die Austria in der besseren Position ist?  „Es zeichnet uns aus, dass wir durch schwierige Phasen wie zum Saisonstart durchgehen und daraus zusätzliche Stärken ziehen“, glaubte Helm. Inzwischen ist er nach 65 Pflichtspielen der Austria-Trainer mit dem höchsten Punktschnitt (1,74) seit Peter Stöger in der Meister-Saison 2012/13. (2,31 nach 42 Spielen). Helm schaffte das trotz aller internen Unruhen, die seinen Job erschwerten. Er übertraf Nenad Bjelica (1,31/55 Spiele), Gerald Baumgartner (1,45/29), Thorsten Fink (1,60/130), Thomas Letsch (1,49/37), Christian Ilzer (1,38/39), Stöger in seiner zweiten Ära (1,54/39),  Manfred Schmid, den „Favorit“ von Präsident Kurt Gollowitzer (1,26/61) und Michael Wimmer (1,49/57).

Der absolute violette Spitzenreiter ist aber Ilzers Assistent Christian Wegleitner. Er gewann als Interimstrainer nach Wimmer alle vier Spiele am Ende der Saison 2023/24, hat eine weiße Weste mit dem Punktschnitt von 3,00. Mit ihm gab es ein 2:1 bei Blau-Weiß Linz im letzten Spiel der Qualifikationsgruppe und drei Siege im Play-off um einen Europacupplatz (2:1 in Wolfsberg, 2:1 und 1:0 gegen Hartberg). Besser geht’s nicht. So ein Lauf gelang den anderen Interimslösungen nicht. Weder Herbert Gager nach Bjelica (1,69/13) noch Andreas Ogris nach Baumgartner (1,23/13) und Robert Ibertsberger nach Letsch (1,09/11).

Foto: Yigit Oerme.

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