Fußball

Für Titelfinale Austria-LASK gibt es nur noch 600 Karten

„Wir müssen verhindern, dass der LASK in unserem Stadion Meister wird!“ Das sagte Austrias Abwehrchef Aleksandar Dragovic am Rasen des Hütteldorfer Allianz-Stadions nach dem Derbysieg ins ORF-Mikrofon. Er selbst wird Sonntag wegen seiner Gelbsperre nichts dazu beitragen können. Aber drei im violetten Dress mit Austria-Vergangenheit: Philipp Wiesinger spielte acht Jahre, von 2016 bis 2024, beim LASK, ehe er nach Wien wechselte, wo er eigentlich für die Young Violets geplant war, aber rasch zum Stammspieler wurde. Reinhold Ranftl (Bild) war von 2015 bis 2021 beim LASK, ehe er Legionär bei Schalke wurde und von dort zur Austria kam. Johannes Eggestein ging in der Saison 2020/21 für die Linzer auf Torjagd. Sonntag wollen sie den Meistertitel ihres Ex-Klubs verhindern. Beim 2:2 in Austrias letztem Heimspiel gegen die Linzer in der vorletzten Runde des Grunddurchgangs erzielte Eggestein in der 87. Minute aus einem Elfmeter den Ausgleich.

Das Entscheidungsspiel um den Titel, für den der LASK nur ein Unentschieden braucht, war Montag bereits so gut wie ausverkauftl Es waren nur noch 600 Karten zu haben. Der Gästesektor ist mit 1600 LASK-Fans restlos voll. Wie viele der anderen 13.400 verkauften Karten an Anhänger des Cupsiegers gingen, ist nicht abzuschätzen. Um ein Heimspiel für die Linzer zu verhindern, stoppte die Austria letzte Woche den freien Vorverkauf. Nur noch Mitglieder und Abonnenten bekamen Tickets für das letzte Spiel der Saison. „Angst“ hat die Austria nur vor dem Rasensturm, falls der LASK das Double holt und danach Sascha Horvath, der seine Karriere im Austria-Nachwuchs begann, als Kapitän den Meisterteller bekommt. Szenen wie vergangene Woche in Freiburg nach dem Aufstieg ins Finale des UEFA-Cups sollen verhindert werden – auch deshalb, weil ein guter Rasen noch für die Spiele der Austria-Frauen benötigt wird.

Wie Trainer Didi Kühbauer schon Sonntag prophezeite, wird mit Moses Usor eine Offensivstütze im entscheidenden Spiel fehlen. Der Nigerianer erlitt beim 2:1 gegen Red Bull Salzburg einen Einriss des Innenmeniskus, wird operiert. Gegen Salzburg ersetzte ihn Christoph Lang, andere Möglichkeiten wären der Tscheche Krzystof Danek oder Max Entrup. Sollte Verteidiger Kaspar Jörgensen so wie gegen Salzburg treffen, wäre das fast schon eine Titelgarantie. Denn in den sieben Spielen mit einem Jörgensen-Tor blieb der LASK unbesiegt: Fünf Siege und zwei Unentschieden,

Foto: Yigit Oerme.

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