Fußball

Gegen Algerien wird es eine neue Offensiv-Variante von Rangnick geben müssen

Mittwoch feierte Teamkapitän David Alaba seinen 34. Geburtstag, am gleichen Tag Lionel Messi seinen 39. Vielleicht war es ein kleines Geschenk von Teamchef Ralf Rangnick an Alaba, dass es bereits den dritten freien Tag während des Aufenthalts in Santa Barbara gab. Man könnte es auch so bewerten, dass bisher alles zur Zufriedenheit von Rangnick verlief. Aber das kann man ausschließen. Denn beim Spiel mit dem Ball gab es sowohl beim Sieg gegen Jordanien und noch viel mehr beim 0:2 gegen Argentinien viel Luft nach oben. In zwei Spielen nur ein Tor aus dem Spiel erzielt – das ist zu wenig. In Wahrheit bewährte sich keine der zwei Varianten auf der Position des verletzten Christoph Baumgartner. Weder mit Konrad Laimer beim Startsieg noch die mit Paul Wanner bei der Niederlage, der vor dem 0:1 Messi einfach laufen ließ. Also wird es im Entscheidungsspiel um Platz zwei gegen Algerien in Kansas City sicher wieder eine andere geben. Sasa Kalajdzic, der gegen Jordanien vor der Pause vorne alleine auf weiter Flur war, sich aufrieb, müsste eigentlich wieder eine Überlegung wert sein. Etwa gemeinsam mit Michael Gregoritsch. Fix ist schon, wer die Partie in Kansas leiten wird: Der 42-jährige Ilgiz Tantashev aus Usbekistan. Bei seinem WM-Debüt leitet er bisher das  Duell zwischen Schottland und Marokko (0:1). Schiedsrichter aus Mauretanien, Ägypten und Usbekistan in den drei Gruppenspielen Österreichs, aber keiner aus Europa.

Europäische Sieger gab es in den ersten zwei Spielen der dritten Runde. Die Schweiz sicherte sich in Vancouver gegen Kanada mit 2:1 (2:0) den Gruppensieg. Teamchef Murat Yakin ließ die Joker Ruben Vargas und Johan Manzambi, die beim 4:1 gegen Bosnien getroffen hatten, zur „Belohnung“ beginnen. Sie  erzielten das 1:0 und 2:0.  Im Parallelspiel schlug Bosnien in Seattle Katar 3:1 (2:1), wird aller Voraussicht nach zu den acht besten Dritten gehören, die ins Sechzehntelfinale aufsteigen. Es war ein Sieg mit „Österreich“-Anteil: Der Ex-Salzburger Kerim Alajbegovic erzielte das Führungstor, Sturm-Verteidiger Arjen Malic spielte bis zur Pause, die endgültige Entscheidung besorgte der 21-jährige Ermin Mahmic, der in der 63. Minute Alstar Edin Dzeko ablöste und bei seinem zweiten WM-Einsatz als Joker sein zweites WM-Tor erzielte. Im März spielte Mhamic nicht in Österreichs U21-Team, 2025 stieg der frühere Rapid-Nachwuchsspieler mit Lafnitz aus der zweiten Liga ab. Übersiedelte zu Liberec in die tschechische Liga. Die Bilanz nach 30 Einsätzen: Acht Tore und vier Assists. Kanada spielte im Achtelfinale bereits Sonntag in Los Angeles, die Schweiz erst vier Tage später wieder in Vancouver.

Fix im Sechzehntelfinale sind Mexiko, Kanada, die Schweiz, die USA, Titelverteidiger Argentinien, Deutschland, Frankreich und Norwegen, ausgeschieden sind Katar, Haiti, die Türkei, Tunesien, Irak, Senegal, Jordanien, Usbekistan und Panama.

 

Foto: Reuters.

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