Eishockey

Gereizte Stimmung bei Vienna Capitals vor Premiere in den Pre-Playoffs

Fünf österreichische Klubs kamen direkt ins Viertelfinale dr ICE League: Der KAC als Tabellenführer, Titelverteidiger Red Bull Salzburg als Zweiter, die Linzer Black Wings als Vierter, die 99ers aus Graz als Fünfter und Villach als Sechster. Die Salzburger Bullen warfen Freitag mit einem 4:3-Auswärtssieg gegen Fehervar die Ungarn aus den ersten sechs, die in die Pre-Playoffs müssen, sich den Zehnten, die Vienna Capitals, als Gegner aussuchten. Sonntagnachmittag gibt es in Ungarn die Premiere der Capitals in den Pre Play offs,  das sie im Duell gegen die Pioneers Vorarlberg in der vorletzten Rundes des Grunddurchgangs erreichten. Weil Verteidiger Willie Raskob in Feldkirch zehn Sekunden der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Danach spielte das 1:2 nach Verlängerung keine Rolle mehr.

Damit war der minimale Fortschritt gegenüber der letzten Saison, die bereits nach dem Grunddurchgang für die Capitals vorbei war, gesichert. Zuvor waren die Capitals zweimal unter die ersten sechs gekommen, davon sind sie auch in dieser Saison weit entfernt. Zwei Fanbusse begleiten die Capitals nach Ungarn, wo im letzten Duell am 28. Dezember ein 3:0-Sieg gelang. Derzeit ist die Skepsis groß, dass die Wiederholung, der dritte Auswärtssieg dieser Saison gegen Fehervar gelingen, Dienstag in Wien der Aufstieg ins Viertelfinale folgen könnte. Die Ungarn sind der Favorit, es in zwei Spielen zu schaffen. Die Capitals gewannen nämlich in den letzten sechs Runden nur einmal, beim Schlusslicht Innsbruck.

Freitag hielt der bereits für nächste Saison bestätigte Trainer Gerry Fleming nach der 1:6-Heimpleite gegen Olimpija Laibach seinen Ärger nicht zurück, rechnete mit einem Teil der Mannschaft ab: „Es gab ein paar Spieler, die wirklich gewollt haben, arbeiteten und das umsetzten, was wir verlangt haben. Aber die Spieler, die in den oberen Linien agieren und den Unterschied ausmachen sollten, haben dies nicht getan. Sie verloren Zweikämpfe und Scheiben, ihre Spielzüge versandeten. So dürfen deine wichtigsten Spieler nicht auftreten. Man muss ein Mindestmaß an Leidenschaft und Einsatz an den Tag legen. Das hat heute wieder gefehlt!“ Niki Hartl (Bild) kann Fleming nicht gemeint haben, er spielte in der dritten Linie. Wohl eher Legionäre wie Peter Krieger, Zane Franklin, den besten Torschützen der Capitals im Grunddurchgang (17 Tore, dazu20 Assists), Joseph Cramarossa, Even Jasper oder Zack Andrusiak. Der im Saisonfinish aus der Slowakei von Zvolen neu geholte kanadische Stürmer hat den Ruf einer launischen Diva in den bisherigen drei Einsätzen eher bestätigt.

Freitag wurde Tormann Tyler Parks, der nach monatelanger Verletzungspause wieder fünf Partien bestritt, für Sonntag geschont. Ersatz für Sebastian Wraneschitz war der während der Parks-Pause verpflichtete Peyton Jones. Sportchef Christian Dolezal steht schon voll in den Planungen für eine bessere nächste Saison. Vor allem am österreichischen Markt. Marco Richter wird von Villach nach Wien zurückkehren, von den Kärntnern dürfte auch Stürmertalent Benjamin Lanzinger kommen.

Foto: Vienna Capitals/Johann Pittner.

2

Meist gelesen

Nach oben