Über Krakau nach Leipzig: Nach vier Jahren wird Oliver Gkaser zum zweiten Mal in seiner erfolgreichen Trainerkarriere in einem Europacupendspiel stehen. Am 27. Mai im Finale der Conference League. Das wurde mit dem 3:1 (1:0) im ersten Semifinale gegen den Ukraine-Klub Schachtar Donezk in Krakau praktisch schon geschafft. Nächsten Donnerstag im Selhurst Park kann eigentlich nichts mehr passieren. Die letzten Spiele von Glasner in seiner Erfolgsära bei Crystal Palace werden aufregend: In der Premier League gegen Manchester City und Arsenal, zum Abschuss in Leipzig das Finale gegen Rayo Vallecano oder Racing Straßburg. Das erste Spiel in Madrid gewannen die Spanier 1:0.
Glasner konnte in Krakau bereits nach 21 Sekunden jubeln. Mit ihm die tausenden Crystal-Palace-Fans unter den 29.800 Zuschauern. Über das Blitztor zur Führung. Ismaila Sarr traf nach Vorarbeit von Torjäger Jean-Philippe Mateta ins lange Eck. Das schnellste Tor in der Geschichte der Conference League. Die Ukrainer bestimmten zwar das Spiel, Crystal Palace ließ aber keine klaren Chancen zu. Kassierte zu Beginn der zweiten Hälfte zwar den Ausgleich, hatte aber die schnelle Antwort: Zwei Chancen für Mateta, danach sorgte zehn Minuten nach dem Ausgleich der Japaner Daichi Kamada mit links aus elf Metern wieder für die Führung. Fm Finish führt ein Konter zum dritten Tor durch den für Mateta eingewechselten Norweger Jörgen Strand Larsen. Ein glückliches Händchen von Glasner, den die Leistung beeindruckte: „Die Reaktion nach dem Ausgleich war imponierend!“ Seine Forderung für das Rückspiel: „Wir müssen noch besser sein!“
Philipp Lienhart darf mit Freiburg noch auf das Finale der Europa-League hoffen. Im Felsenstadion von Braga sah alles schon nach einem 1:1 aus, als in der 92. Minute nach einem Fehler von Tormann Noah Atubolu durch Mario Dorgeles Bragas Siegestor zum 2:1 (1:1) fiel; „Darf nicht passieren, da haben wir schlecht verteidigt“, übte Lienhart Selbstkritik, „aber es ist erst Halbzeit. Daheim können wir es mit unseren Fans noch schaffen.“ Zum Österricher-Duell kam es nicht: Florian Grillitsch fiel wie befürchtet mit muskulären Problemen aus. er wird auch im Rückspiel fehlen. Nach 16 Minuten stand es 1:1, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte erfanden der glatzköpfige englische Referee Anthony Taylor und VAR Michael Salisbury einen Elfmeter, weil Lienhart den schwedischen Innenverteidiger Gustaf Lagerbielke bei einem Eckball etwas klammerte. Zudem gab es völlig überzogene Gelb für Linhart, der aber zugab: „Ich muss das besser lösen, mich geschickter anstellen.“ Atubolu hielt den Elfer von Rodrigo Zalazar, patzte aber am Schluss. Im zweitn Halbfinale gewann Nottingham das englische Duell gegen Aston Villa 1:0 (0:0).
Foto: UEFA.