Fußball

Grahovac und wer noch im neuen Mittelfeld? Rapid winkt erstmals seit März 2016 Platz eins

Erstmals seit drei Jahren gastiert Rapid wieder in Ried. Das 0:3 am 8. April 2017 beim damaligen Schlusslicht und Absteiger dieser Saison bedeutete das Ende für Trainer Damir Canadi, einen Tag später  wurde er beurlaubt. Bis heute ist er überzeugt, dass damals nicht alles mit rechten Dingen ablief, einiges gegen ihn hinter den Kulissen inszeniert wurde. Nach der Pleite im Innviertel lag Rapid damals nur auf Platz sieben. Sonntag geht es ohne einen der Verlierer von damals nach Salzburgs erster Saisonniederlage, dem 1:3 gegen Sturm und dem Ende der LASK-Siegesserie beim 1:1 in Hartberg trotz 25:5-Torschüssen, sogar um die erste Tabellenführung seit 2. März 2016, seit vier Jahren, acht Monaten und 16 Tagen, gesamt 1722 Tagen. Möglicherweise ohne Trainer: Didi Kühbauer lag Samstag schwer vergrippt im Bett. Am Freitag versicherte er noch, mit Punktezuwachs zu rechnen, da Rapid so wie vor der Teampause weiterhin gut drauf ist.

Sein Rieder Kollege Gerald Baumgartner ist mit einer Lungenentzündung, die nichts mit Corona zu tun hat, außer Gefecht. Ihn vertritt das Rieder Urgestein Gerhard Schweitzer. Seit 2002 war er Assistent von Alfred Tatar, Paul Gludovatz, Heinz Fuchsbichler und Michael Angerschmid, war dreimal die Interimslösung, ehe er von 2016 bis August 2020 eine Ried-Pause einlegte, unter anderem als von Sportchef Willi Ruttensteiner geholter Scout für Israels Team arbeitete. Für Schweitzer wird es sein 87. Match als Ried-Chef. Mit Marcel Ziegl und Ex-Rapidler Stefan Nutz sind noch zwei 3:0-Sieger von 2017 dabei. Die Rapid-Lösung beim Ausfall von Kühbauer? Entweder die Rückkehr von Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic nach vier Jahren auf die Bank (er war der Trainer bei Rapids letzter Tabellenführung mitten unter der Saison) oder das Debüt von Kühbauer-Assistent Manfred Nastl.

Gemeinsam zerbrachen sich Kühbauer und Nastl bereits in den letzten Tagen den Kopf über die Besetzung im zentralen Mittelfeld vor der Abwehr. Ohne den verletzten Dejan Ljubicic, den als Kapitän sicher Max Hofmann vertreten wird, und den erkrankten Slowenen Dejan Petrovic. Schön langsam gehen Rapid auf diesen zwei Positionen die Spieler aus. Bleibt Srdjan Grahovac (Bild oben) als Fixstarter. Aber wer noch? Einiges spricht für Barnsley-Leihgabe Marcel Ritzmaier in einer defensiveren Rolle als bisher gewohnt. Die Alternative wäre der beim 1:1 gegen Salzburg für Ljubicic gekommene Lion Schuster aus dem eigenen Nachwuchs. Der 20 jährige bekam zu Jahresbeginn einen Vertrag bis 2023, zog sich im Mai bei einem „privaten“ Waldlauf einen Bruch des linken Mittelfußknochens zu, konnte erst Ende September wieder spielen. Die 40 Minuten gegen Salzburg waren sein erster Einsatz dieser Saison in der Bundesliga. Zuvor gab es auch nur einen: Im Dezember 2019 beim 4:0 gegen den LASK in Pasching. Der dauerte nur zehn Minuten. Barisic und Kühbauer halten große Stücke auf Schuster.

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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